Förster bzw. Försterin
In Baden-Württemberg gibt es für Försterinnen und Förster zwei verschiedene Laufbahnen: den gehobenen Forstdienst und den höheren Forstdienst. Beide führen zu verantwortungsvollen Aufgaben im Umgang mit dem Wald, unterscheiden sich jedoch in den Ausbildungsvoraussetzungen und Tätigkeitsfeldern.
Forstamts- und Bezirksleitung (höherer Dienst)
Wer im höheren Forstdienst der Forstverwaltung Baden-Württemberg arbeitet, verbindet fundierte forstwissenschaftliche Kenntnisse mit Führungs- und Verwaltungsaufgaben. Der Einstieg erfolgt in der Regel über ein forstwissenschaftliches Studium (Master of Science), den Vorbereitungsdienst (Traineeprogramm oder Referendariat) und die Laufbahnprüfung für den höheren Forstdienst.
Die Aufgaben sind vielfältig und reichen von der Leitung einer unteren Forstbehörde oder eines Forstbezirks, über Referententätigkeiten bis hin zur Leitung einer Fachabteilung. Je nach Einsatzbereich liegen die Schwerpunkte beispielsweise im forstbetrieblichen Management, im Waldnaturschutz, in der Forsteinrichtung oder Forsthoheit.
Besonders spannend ist die Verbindung von praktischer Forstwirtschaft, ökologischen Anforderungen und gesellschaftlichen Interessen. Der höhere Forstdienst bietet damit vielfältige Möglichkeiten, die Zukunft der Wälder in Baden-Württemberg aktiv mitzugestalten.
Das Traineeprogramm im gehobenen und höheren Forstdienst beginnt jeweils zum 01. Juli des Jahres. Die Bewerbungsphase findet meist zwischen Dezember und Februar statt.
Mehr Infos zum Traineeprogramm des gehobenen und höheren Forstdienstes finden Sie hier.
Revierleitung oder forstliche Sachbearbeitung (gehobener Dienst)
Die Arbeit im gehobenen Forstdienst ist in der Regel mit der Leitung eines Forstreviers verbunden. Hier bietet sich eine Vielzahl an Tätigkeiten im und für den Wald. Je nach Region und Waldbesitzverhältnissen variiert die Waldbewirtschaftung und orientiert sich mal mehr oder weniger an ökonomischen, ökologischen und/oder sozialen Zielen. Eigenständigkeit, Kommunikation und selbstständige Arbeitsorganisation sind wichtige Voraussetzungen für die Arbeit im Revier.
Im forstlichen Innendienst gibt es auch eine Vielzahl an Tätigkeitsfeldern, die von der Förderung über den Waldnaturschutz bis hin zum Controlling von Forstbetrieben reicht.
Wer bei einer Forstbehörde als Försterin oder Förster arbeiten möchte, muss dafür ein zweijähriges Traineeprogramm absolvieren. Das Programm beinhaltet Abschnitte im Forstrevier sowie im Innendienst und wird durch zentrale Lehrgänge und einer zentralen Abschlussprüfung ergänzt.
Der Ortenaukreis bietet in der Regel jedes Jahr zwei Stellen für die Traineeausbildung in seinen vielfältig strukturierten Wäldern an. Die Bewerbungszeit ist meist zu Jahresbeginn. Als Grundvoraussetzung ist ein forstliches Studium mit Abschluss Bachelor of Science erforderlich.
Infos zum Traineeprogramm des gehobenen und höheren Forstdienstes finden Sie hier.
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