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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen wurde erstmals im August 2024 in Baden-Württemberg festgestellt. Bislang wurden im Land über 20 Wildschweine positiv auf das Virus getestet.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruserkrankung, welche ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt.

Während sie bei Schweinen fast immer tödlich verläuft, ist sie für den Menschen völlig ungefährlich. Selbst der Verzehr von Fleisch oder sonstigen Produkten infizierter Tiere ist für den Menschen ungefährlich. Diese Lebensmittel können jedoch eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung der Erkrankung, beispielsweise durch Entsorgung von Wurstwaren infizierter Tiere in der Natur, spielen. Die sprunghafte Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Polen von der Ost- an die Westgrenze ist nachweislich auf eine solche Entsorgung zurückzuführen.

Im Falle eines ASP-Ausbruchs müssen zur Eindämmung der Seuche weitreichende und meist lang andauernde Sperr- und Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden. Auch erfolgen strikte Exportbeschränkungen anderer Staaten. Dadurch kann ein Ausbruch für Landwirte und die mit ihnen verbundenen Gewerbezweige schnell existenzbedrohend werden.

Es gilt daher, jedes Risiko einer Seuchenausbreitung aus bereits infizierten Gebieten zu vermeiden.

Um einen Seucheneintrag schnellstmöglich zu erkennen, werden in Baden-Württemberg zahlreiche Untersuchungen an Haus- und Wildschweinen durchgeführt. Beispielsweise finden jährlich Untersuchungen von Hausschweinen in Freiland- und Auslaufhaltungen statt und von gesund erlegten Wildschweinen durch die Jägerschaft. Die Untersuchung von krank erlegten und verendet aufgefundenen Wildschweinen wurde ebenfalls verstärkt und vom Land finanziell unterstützt (Aufwandentschädigung).

Somit können Seuchenausbrüche rasch erkannt werden und eine Bekämpfung effektiv und schnell stattfinden. Hier wiederum ist es wichtig, dass nicht nur landwirtschaftliche Schweinehalter besondere Vorsicht walten lassen. Auch Hobbyhalter müssen wissen, dass sie mit den von ihnen gehaltenen Schweinen ein hohes Risiko darstellen können.

zum ASP-Früherkennungsprogramm für schweinehaltende Betriebe in Baden-Württemberg  

Die eigenen ASP-Biosicherheitsmaßnahmen können durch Schweinehalter über das Modul zur Eigenkontrolle von der Uni Vechta selbstständig überprüft werden: ASP-Risikoampel
Die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg bietet außerdem eine kostenfreie Biosicherheitsberatung für schweinehaltende Betriebe an:

Wirksame Desinfektionsmittel sind bei der DVG zu finden: Desinfektion in der Veterinärmedizin | Ausschuss der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V.

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR)
EU ASF Zoning Measures

Weitergehende Informationen zur ASP und zu besonderen Fragestellungen finden Sie hier: