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Der Klimamobilitätsplan Ortenaukreis

Umfrage zur Klimamobilitätsplanung
Sie sind gefragt: Wie wollen Sie in Zukunft im Ortenaukreis mobil sein?
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Sogenannte Klimamobilitätspläne werden durch das Land Baden-Württemberg gefördert, um Kommunen und Landkreise dabei zu unterstützen, die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. 2022 wurde vom Ausschuss für Umwelt und Technik die Erstellung eines Klimamobilitätsplanes für den Ortenaukreis beschlossen.

Ziel ist es, die Mobilität im Ortenaukreis nachhaltig, zukunftsfähig und für alle zugänglich zu gestalten. Dazu betrachtet der Klimamobilitätsplan Ortenaukreis die Mobilität im gesamten Landkreis und über Gemeindegrenzen hinweg. Der Klimamobilitätsplan baut dazu auf bestehenden Planwerken aus den Städten und Gemeinden des Kreises auf. Als übergeordnete Gesamtstrategie vereint der Klimamobilitätsplan laufende und geplante Maßnahmen und berücksichtigt auch aktuelle Entwicklungen, wie z.B. die laufende Erstellung des Nahverkehrsplans Ortenaukreis.

Um der Vielfalt des Landkreises und seiner Bewohnerinnen und Bewohner gerecht zu werden und die verschiedenen Mobilitätsbedürfnisse zu berücksichtigen, erfolgt die Erarbeitung im engen Austausch mit Städten und Gemeinden, Fachakteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises.

Der Klimamobilitätsplan wird in drei Phasen erarbeitet:

  1. In der Bestandsanalyse und Modellanpassung werden vorhandene Verkehrsdaten und Planwerke gesichtet und ausgewertet. Zudem wird das Verkehrsmodell, mit welchem die Wirkung der Maßnahmen überprüft wird, auf den Ortenaukreis angepasst. In dieser Phase finden auch die ersten Beteiligungsformate statt, in deren Rahmen der Status Quo bewertet wird und Ansprüche an die Zukunft der Mobilität im Ortenaukreis formuliert werden.

  2. Aufbauend auf dieser Grundlage erfolgt die Maßnahmenentwicklung & -bewertung. Dabei werden konkrete Maßnahmen erarbeitet und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Die Entwicklung der Maßnahmen erfolgt unter enger Einbeziehung der Stakeholder und Öffentlichkeit: In der zweiten Phase der Erarbeitung finden verschiedene Beteiligungsformate statt, darunter die Kommunalkonferenz (Städte und Gemeinden), der Runde Tisch (Stakeholder) sowie eine Online-Beteiligung und drei Bürgerdialoge (Öffentlichkeit).

  3. Der Entwurf des Klimamobilitätsplans wird schließlich in der Abschluss- und Übergabephase finalisiert. Parallel wird ein Monitoring- und Evaluierungskonzept für die Umsetzung des Planes erstellt.

Die verschiedenen Beteiligungsformate, die während des gesamten Prozesses stattfinden, bieten den Menschen im Ortenaukreis sowie allen relevanten (Fach-)Akteuren, der Politik, Verwaltung und Wirtschaft gleichermaßen die Möglichkeit, sich zum Prozess und dem Klimamobilitätsplan zu äußern. Die Beteiligungsformate finden immer unter Einbeziehung der Fachplanung statt. So kann neuer Input für den Planungsprozess generiert und Zwischenergebnisse diskutiert werden.

FAQ Klimamobilitätsplan Ortenaukreis

Woraus besteht ein Klimamobilitätsplan?

Im Rahmen des Klimamobilitätsplans werden Maßnahmen(-pakete) entwickelt, die einen besonders positiven Effekt auf den Klimaschutz im Verkehr haben und dazu beitragen, die lokalen Verkehrsemissionen dauerhaft zu reduzieren.

Dazu hat der Klimamobilitätsplan folgende Bestandteile:

  • Ausrichtung nach dem Ziel, die CO2-Emissionen im Verkehr um bis zu 55% bis 2030 zu reduzieren (gegenüber 2010) und damit die Klimaschutzziele des Landes Baden-Württemberg einzuhalten.
  • Datenbasierte und ganzheitliche Betrachtung: Die Maßnahmen werden durch ein intermodales Verkehrsmodell geprüft, das alle Verkehre gleichermaßen berücksichtigt.
  • Zum Klimamobilitätsplan gehört eine konkrete Umsetzungsplanung sowie ein Konzept, mit dem der Fortschritt und die Wirksamkeit des Plans gemessen werden kann (Monitoringkonzept).
  • Über den Erarbeitungsprozess werden die Öffentlichkeit und relevante Akteursgruppen kontinuierlich beteiligt.

Wie sind die Städte und Gemeinden des Ortenaukreises in die Erstellung eingebunden?

Für den Erfolg des Planes ist die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Kreises besonders wichtig. Daher findet im Projektverlauf dreimal die sogenannte Kommunalkonferenz statt, bei der sich die Kommunen des Ortenaukreises über den Projektfortschritt informieren und eigene Hinweise in die Diskussion einbringen können. Aktuell nehmen 32 Kommunen an der Kommunalkonferenz teil, neue Kommunen können jederzeit hinzustoßen

Welche Mitgestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Für die Bürgerinnen und Bürger des Ortenaukreises gibt es zunächst zum Projektbeginn die Möglichkeit, Ihre Hinweise und Wünsche an die Mobilität der Zukunft im Rahmen einer Online-Beteiligung zu äußern. Im Sommer sind zudem drei Bürgerdialoge geplant, bei denen die vorgeschlagenen Maßnahmen mit Menschen vor Ort diskutiert werden.

Die Termine für die Bürgerdialoge sind wie folgt.

  • 25. Juni 2024, digital
  • 03. Juli 2024, Ettenheim
  • 04. Juli 2024, Hausach

Alle Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung werden rechtzeitig hier auf der Webseite des Ortenaukreises bekanntgegeben. 

Zudem werden einzelne Interessenvertretungen aus Wirtschaft, Umwelt und Sozialem über den Runden Tisch Klimamobilität in die Erarbeitung eingebunden. So wird sichergestellt, dass verschiedene Interessen berücksichtigt werden und wichtige Hinweise rechtzeitig aufgenommen werden können.

Was geschieht mit den Beiträgen der Beteiligung?

Alle Hinweise werden gelesen und ausgewertet. Die Auswertung gibt wichtigen Input für die Fachplanung und erlaubt es den Planerinnen und Planern, lokale Besonderheiten und Bedürfnisse in der Erarbeitung von Maßnahmen zu berücksichtigen.

Wie wird der Klimamobilitätsplan finanziert?

Die Erstellung des Klimamobilitätsplans wird durch das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg mit bis zu 50% gefördert. Die restlichen Kosten trägt der Landkreis. Besonders wichtig: Maßnahmen, die konkret im Klimamobilitätsplan festgeschrieben sind und nachweislich einen besonders positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, können in der Umsetzung mit bis zu 75% durch das Land gefördert werden.