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Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass die Hochschule staatlichen Hochschulen gleichwertig ist. Das bedeutet:

  • Das Studium bereitet die Studierenden auf ein berufliches Tätigkeitsfeld vor. Es vermittelt ihnen die dafür und für die wissenschaftliche Arbeit erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden. Das Lehrangebot ist ausreichend. Der Studienablauf ist durch Studien- und Prüfungsordnungen geregelt. Diese entsprechen den gesetzlichen Anforderungen an Studien- und Prüfungsordnungen vergleichbarer Studiengänge an staatlichen Hochschulen.
    Für die Beurteilung des Studienangebots sind wichtig:
    • Umfang und Struktur der Ausbildungsinhalte (Wochenstunden, Fächer)
    • Ausbildungsdauer (Jahre oder Anzahl Semester-/Trimester)
    • Prüfungen (Anzahl, Art, Dauer, Umfang)
  • Es sind mehrere nebeneinander bestehende oder aufeinanderfolgende Studiengänge an der Hochschule allein oder im Verbund mit anderen Bildungseinrichtungen vorhanden.
    Ausnahmen:
    • Fachrichtungen, bei denen die wissenschaftliche Entwicklung und das entsprechende berufliche Tätigkeitsfeld die Einrichtung mehrerer Studiengänge nicht nahelegen
    • kirchliche Hochschulen, wenn sie gewährleisten, dass das Studium einem Studium an einer vergleichbaren staatlichen Hochschule gleichwertig ist
  • Die private Hochschule darf nur Personen zum Studium zulassen, die auch die Voraussetzungen für die Aufnahme an einer staatlichen Hochschule erfüllen (Hochschulzugangsberechtigung).
  • Das hauptberufliche Lehrpersonal erfüllt die Einstellungsvoraussetzungen für entsprechende Tätigkeiten an staatlichen Hochschulen. Fachlich qualifizierte, hauptberuflich an der privaten Hochschule tätige Professorinnen und Professoren in ausreichender Zahl decken die Kernfächer des Lehrangebots ab.
  • Die wirtschaftliche und rechtliche Stellung des hauptberuflichen Lehrpersonals ist gesichert. Das bedeutet, die Regelungen für Lehrverpflichtung, Vergütung und Urlaubsanspruch dürfen nicht wesentlich von den Regelungen für Lehrkräfte an staatlichen Hochschulen abweichen.
  • Die innere Wissenschaftsfreiheit ist hinreichend gesichert. Vor allem muss die akademische Selbstverwaltung maßgeblichen Einfluss auf die Bestellung und Abberufung der Hochschulleitung besitzen.
  • Die Angehörigen der Hochschule wirken an der Gestaltung des Studiums mit.
  • Die Lehr- und Studierfreiheit ist gewährleistet.
  • Der Träger der Hochschule verfügt über genügend finanzielle Mittel und die erforderlichen Räumlichkeiten, um den Betrieb der Hochschule sicherzustellen.
    Bei Einstellung des Studienbetriebs müssen Sie gewährleisten, dass die erforderlichen Mittel für die immatrikulierten Studierenden bis zu ihrem Studienabschluss bereitstehen. Der Träger muss dafür folgendes nachweisen:
    • ausreichendes Kapital,
    • eine Bankbürgschaft oder
    • eine Grundschuld
  • Die Gleichwertigkeit der privaten Bildungseinrichtung mit einer staatlichen Hochschule müssen Sie im Rahmen einer institutionellen Akkreditierung beziehungsweise Konzeptprüfung durch den Wissenschaftsrat nachweisen.