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Gegen Jugendarmut: Projekt im Ortenaukreis erhält zweithöchste Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF Plus)

PNO und CJD erhalten für gemeinsames Projekt Förderung in Höhe von 980.000 Euro

Das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO) erhält gemeinsam mit dem Christlichen Jugenddorf Offenburg (CJD) für das Projekt „Safe! – Gemeinsam Wege finden“ vom Europäischen Sozialfonds (ESF Plus) im Rahmen der Förderlinie „Starke Kinder ESF Plus – Maßnahmen gegen Jugendarmut“ eine Fördersumme in Höhe von 980.000 Euro und damit die zweithöchste Förderung der insgesamt zehn Projekte in Baden-Württemberg, die von Armut bedrohte Kinder und Jugendliche im Alltag unterstützen sollen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird für die Jahre 2023 bis 2025 bewilligt. Das teilte das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration vergangene Woche mit.

Damit kann der Ortenaukreis zwei Projektstellen im Rahmen seiner kommunalen Präventionsstrategie schaffen, um Angebote und nachhaltige, kommunale Strukturen gegen Jugendarmut und für Jugendgesundheit auf- und auszubauen. Dabei liegt der Fokus auf von Armut betroffenen Jugendlichen, mit dem Ziel, sie in ihrer Entwicklung, Gesundheit und sozialen Teilhabe zu stärken. „Ich freue mich sehr, dass mit dem Projekt ‚Safe! – Gemeinsam Wege finden‘ die vorhandenen Strukturen gegen Kinder- und Jugendarmut im Ortenaukreis weiter ausgebaut und zusätzlich gestärkt werden können. Damit können wir auch einen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit für von Armut betroffene Kinder- und Jugendliche leisten“, freut sich Landrat Frank Scherer über die Höhe der Förderung, die damit das Thema Kinderarmut bewusst in den Fokus rücke.

Im Ortenaukreis ist fast jedes fünfte Kind von materieller Armut bedroht. „In Armut aufzuwachsen wirkt sich dabei nicht nur auf die Wohnsituation oder das Freizeitverhalten aus, sondern bringt auch ein erhöhtes Risiko für die körperliche und seelische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen mit sich“, ergänzt Heiko Faller, Sozialdezernent des Ortenaukreises. Armutsgefährdete Kinder hätten schlechtere Chancen im Bildungssystem und damit verbunden auch schlechtere Chancen auf ein finanziell unabhängiges Erwachsenenleben. Die Zeit der Corona-Pandemie habe diese Situation nochmals verschärft.

Mit dem Projekt „Safe! – Gemeinsam Wege finden“ können nun gemeinsam mit dem CJD Offenburg konkrete Angebote geschaffen werden, die dazu beitragen, die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe von armutsgefährdeten Kindern und Jugendlichen zu erhöhen.

Dabei sollen Netzwerke auf- und ausgebaut, für das Thema in der Gesellschaft sensibilisiert und Angebote neu und weiterentwickelt werden.

Konkrete Angebote werden im Bereich der Stärkung beim Erwachsenwerden (CJD) und der Resilienz (seelische Widerstandfähigkeit) (PNO), sowie der Förderung der digitalen Teilhabe und der Stärkung in der Phase der Übergänge (gemeinsam) entwickelt.