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Ortenauer LEADER-Aktionsgruppen in neues Förderprogramm aufgenommen

Projekte zur Stärkung des Ländlichen Raums

Insgesamt 36 Kommunen des Ortenaukreises können in den Jahren 2023 bis 2027 erneut von LEADER-Fördermitteln zur Entwicklung des Ländlichen Raums profitieren. „Ich freue mich, dass mit den Kulissen „Ortenau“, „Mittlerer Schwarzwald“ und „Mittelbaden – Schwarzwaldhochstraße“ alle drei Kulissen auf dem Gebiet des Ortenaukreises auch in der kommenden Förderperiode wieder in die LEADER-Förderung aufgenommen wurden. Dies ermöglicht es unseren Gemeinden, Projekte umzusetzen, die den Menschen vor Ort direkt zu Gute kommen, indem sie die Themen Klimawandel und -anpassung in den Fokus nehmen, die regionale Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze sichern, den Tourismus weiterbringen und damit insgesamt zur Stärkung des Ländlichen Raums beitragen", kommentiert Landrat Frank Scherer die Entscheidung.

Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, verlieh am Montagnachmittag im Neuen Schloss in Stuttgart die Urkunden zur Aufnahme in die LEADER-Förderung an die Vertreterinnen und Vertreter der landesweit 20 LEADER-Aktionsgruppen. Laut Ministerium erhält jede lokale LEADER-Aktionsgruppe 2,3 Millionen Euro von insgesamt rund 46 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds, die je Aktionsgruppe um 625.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und weitere Landesmittel ergänzt werden.

Für die neue Förderperiode 2023 bis 2027 hatten sich 36 Städte und Gemeinden des Ortenaukreises in drei LEADER-Aktionsgruppen beworben. Aus dem nördlichen Landkreis bewarben sich in der Kulisse „Ortenau“ mit Achern, Appenweier, Bad Peterstal-Griesbach, Berghaupten, Durbach, Gengenbach, Kappelrodeck, Lautenbach, Oberkirch, Ohlsbach, Oppenau, Ortenberg, Ottenhöfen, Renchen, Seebach und Willstätt sowie dem Stadtteil Offenburg-Fessenbach 17 Kommunen. Aus dem Kinzigtal bewarben sich in der Kulisse „Mittlerer Schwarzwald“ gemeinsam mit zehn Kommunen des Landkreises Rottweil die 16 Ortenauer Kommunen Biberach, Fischerbach, Gutach, Haslach, Hausach, Hofstetten, Hornberg, Mühlenbach, Nordrach, Oberharmersbach, Oberwolfach, Schuttertal, Seelbach, Steinach, Wolfach, Zell am Harmersbach. Die Gemeinden Lauf, Sasbach und Sasbachwalden aus dem nördlichen Ortenaukreis haben sich der Kulisse „Mittelbaden“ angeschlossen. Alle drei Kulissen konnten mit der Urkundenverleihung die Aufnahme in die neue Förderperiode feiern.

Neben Projekten wie der Einrichtung eines „MINT-Lernorte-Netzes Ortenau“ zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz des Ländlichen Raums oder der Installation einer Do-it-yourself Fahrradwerkstatt sind auch gebietsübergreifende und transnationale Kooperationen geplant. So soll beispielsweise in Zusammenarbeit der Kulissen Ortenau, Mittelbaden und Nordschwarzwald die bereits seit 2016 bestehende und erfolgreiche Lenkungsgruppe „Masterplan Schwarzwaldhochstraße“ fortgeführt und der fachliche Austausch zu naturverträglichem Tourismusmanagement im Umfeld von Nationalparks zwischen Baden-Württemberg und der Region Oulo in Finnland ausgebaut werden. Die Kulissen Ortenau und Mittlerer Schwarzwald planen etwa eine gemeinsame Etablierung ihrer Querschnittsziele Klimaschutz und –anpassung in der Region. Ferner wird die Förderung investiver Projekte im Bereich regionaler Wertschöpfungsketten und Biodiversität in der Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der noch jungen „Biomusterregion Mittelbaden+“ angestrebt.

Eine Auflistung der LEADER-Regionen gibt es auf der Internetseite des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/foerderung-von-20-neuen-leader-aktionsgruppen/?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=221107_newsletter_daily&pk_source=newsletter_daily&pk_keyword=l%C3%A4ndlicher_raum