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Der Schulversuch „Ausbildungsvorbereitung“ wird an den Beruflichen Schulen in Lahr und Wolfach eingerichtet

Der Kultur- und Bildungsausschuss des Ortenaukreises hat in seiner Sitzung am Dienstag, 24. Mai, einstimmig beschlossen, ab dem Schuljahr 2023/2024 einen Schulversuch »Ausbildungsvorbereitung« (AV) an der Gewerblichen Schule Lahr, an der Beruflichen Schule Wolfach sowie an der Maria-Furtwängler-Schule Lahr einzurichten. »Zu wenig Jugendlichen gelingt der direkte Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine berufliche Ausbildung. Dieser Übergangsbereich soll in Zukunft deutlich auf eine zielgruppengerechte Berufsvorbereitung abzielen und somit einen schnellen Übergang in die duale Ausbildung erleichtern«, informiert Heiko Faller, Sozialdezernent des Ortenaukreises. Auch die Unternehmen der Region könnten in Form von Fachkräftenachwuchs und Zukunftsfähigkeit von diesem Angebot profitieren. Bereits seit dem Schuljahr 2019/2020 gibt es Ausbildungsvorbereitungsklassen an den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen Offenburg, seit dem Schuljahr 2020/2021 an den Gewerblichen Schulen Offenburg, an den Beruflichen Schulen Achern, der Badischen Malerfachschule Lahr und an den Beruflichen Schulen Kehl ab dem Schuljahr 2021/2022. Die Erfahrungen den Schulen, an denen der Schulversuch schon läuft, seien durchweg positiv ausgefallen. »Deshalb wollen wir das Angebot auf weitere Schulen ausweiten«, so Faller. Die Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsvorbereitungs-Klassen werden im Unterricht individuell gefördert, bauen fachliche und überfachliche Kompetenzen auf, haben regelmäßige Ziel- und Lernberatungsgespräche mit den Lehrkräften und werden so laut Faller optimal auf eine Berufsausbildung oder berufliche Tätigkeit vorbereitet. Die Jugendlichen besuchen an zwei Tagen in der Woche ein Betriebspraktikum und werden an drei Tagen unterrichtet und gefördert. Die Schule ist bei Bedarf bei der Suche nach einem Praktikumsplatz behilflich. Auch Schülerinnen und Schülern der zweijährigen Berufsfachschule steht das Ausbildungsangebot im ersten Jahr der Berufsfachschule offen. Jugendliche der einjährigen Berufsfachschule können auch mit einbezogen werden, sofern die Mindestschülerzahl in diesem Ausbildungsangebot ansonsten nicht erreicht wird. Auch der Erwerb des Hauptschulabschlusses ist möglich. Leistungsfähige Absolventinnen und Absolventen können sich danach im zweiten Jahr einer zweijährigen Berufsfachschule für eine Ausbildung weiter qualifizieren und zusätzlich den mittleren Bildungsabschluss erwerben. »Der pädagogische Ansatz einer individuellen Förderung mit unterschiedlichen Abschlussmöglichkeiten je nach Kompetenzen und Fähigkeiten erscheint vielversprechend, um möglichst viele Jugendliche schnellstmöglich in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Durch den hohen Praktikumsanteil und den Kontakt zu Ausbildungsbetrieben erhöht sich für motivierte schwächere Schüler die Chance auf einen Ausbildungsplatz«, freut sich Faller. Für den Schulversuch sind keine zusätzlichen Investitionen erforderlich. Die Unterrichtsmaterialien sowie die für den laufenden Schulbetrieb anfallenden Kosten können aus den Budgets der jeweiligen Schulen und den Sachkostenbeiträgen des Landes gedeckt werden. Die bisherigen Schularten »Vorqualifizierung Arbeit und Beruf« und »Berufseinstiegsjahr« laufen bis 2025 aus und werden dann durch die Ausbildungsvorbereitung ersetzt.