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Offenburger Laubholzsubmission 2022 mit Rekordergebnis

Erfreuliche Erlöse für Ortenauer Waldbesitzende / Baum mit höchstem Preis kommt aus dem Stadtwald Lahr

Auch in diesem Jahr war die vom Amt für Waldwirtschaft des Ortenaukreises organisierte Offenburger Laubholzsubmission ein großer Erfolg für alle beteiligten Waldbesitzenden: Über 1.650 Festmeter hochwertiges Laubholz aus dem Staats-, Kommunal- und Privatwald wechselten bei der Submission am zentralen Sammelplatz auf dem Gelände der TBO den Besitzer. Dies ist im Vergleich zu den Vorjahren ein neuer Rekord und entspricht der stolzen Anzahl von etwa 80 LKW-Ladungen. Insgesamt 36 interessierte Käufer aus der ganzen Bundesrepublik, aber auch aus Frankreich und Österreich boten auf die Verkaufslose. Im Sortiment befanden sich unter anderem Rot-, Stiel- und Traubeneichen, Ahorn, Esche, Flatterulme, Hainbuche und Esskastanie. Lag das Durchschnittsgebot für Esche 2017 noch bei rund 130 Euro pro Festmeter, konnten 2022 rund 218 Euro erzielt werden. Der Durchschnittserlös für Eichen lag 2017 bei 404 Euro pro Festmeter und 2022 bei 730 Euro.

„Nicht nur die Vielfalt der angebotenen Baumarten, sondern auch die Preisentwicklung der vergangenen fünf Jahre ist sehr erfreulich“, so Hans-Georg Pfüller, Leiter des Amts für Waldwirtschaft, und ergänzt: „Die Laubholzsubmissionen in der Ortenau sind ein Schaufenster für einen unserer wertvollsten heimischen Rohstoffe. Gerade die besonderen Laubholzsortimente spiegeln die Vielfalt der Ortenauer Wälder wider und stehen für eine nachhaltige regionale Wertschöpfung in ökologisch hochwertigen Wäldern.“ Wenn etwa eine alte dicke Eiche nach jahrzehntelanger Pflege auf der Submission ihren Käufer findet, werden daraus hochwertige Produkte wie zum Beispiel Möbel, Vollholzfußböden oder Barriquefässer. „Das im Holz gespeicherte Kohlenstoffdioxid bleibt damit noch lange Zeit gespeichert, sodass die Verwendung von heimischem Holz ein wichtiger Beitrag gegen den Klimawandel ist. Und wo vorher im Wald die alte große Eiche stand, wächst bereits die nächste Eichengeneration heran“, erklärt Pfüller.

Der Stamm mit dem höchsten Preis der diesjährigen Submission wuchs im Stadtwald Lahr: Eine stattliche Traubeneiche mit 5,4 Festmetern erzielte einen Rekordgewinn von knapp 13.000 Euro. Ein Ergebnis, das nicht nur die zuständigen Revierleiter Matthias Neumaier und Holger Rappenecker sowie die Waldarbeiter des Bau- und Gartenbetriebs der Stadt Lahr sehr freute, sondern auch den Lahrer Oberbürgermeister Markus Ibert: „Der Wald ist ein Natur- und Lebensraum, der viele wichtige ökologische, aber auch wirtschaftliche Funktionen erfüllt. Ich bedanke mich bei unserem Forstteam und allen Beteiligten für die hervorragende Arbeit, ohne die das sehr gute Ergebnis der diesjährigen Laubholzsubmission nicht möglich gewesen wäre.“

Aufgrund des großen Erfolgs wollen die Organisatoren den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern aus dem Ortenaukreis die durchaus aufwändige Submission auch weiterhin als Verkaufsplattform anbieten. Bei Interesse stehen die jeweils zuständigen Revierleitungen unterstützend zur Seite, sodass auch im kommenden Jahr zahlreiche hochwertige Stämme aus allen Waldbesitzarten zum Verkauf angeboten werden können.