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Entwicklung eines Konzeptes für ein sektorenübergreifendes Case Management (SCM) für chronisch Kranke und multimorbide Personen in patientenorientierten Gesundheitszentren im Ortenaukreis

Finanzierung

Das Projekt wird unterstützt vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Projektpartner

Kommunale Gesundheitskonfererenz, Ortenau Klinikum

Laufzeit

01.12.2020 bis 31.12.2022

Ziel

Im Verlauf des Projektes soll ein Konzept entwickelt werden, das chronisch erkrankten und multimorbiden Personen eine optimale durchgängige gesundheitliche Versorgung ermöglicht - egal ob diese im Klinikum oder durch die beteiligten Haus- und Fachärztinnen und Haus- und Fachärzte, in der häuslichen Umgebung oder in Pflegeheimen erfolgt. Im Sinne eines sektorenübergreifenden und populationsbezogenen Ansatzes werden alle relevanten Akteurinnen und Akteure der (primären) Gesundheitsversorgung beteiligt - zur Sicherung der kontinuierlichen Versorgung von Klientinnen und Klienten mit chronischen Erkrankungen über alle Krankheitsstadien hinweg (z.B. Ortenau Klinikum, ambulante Leistungserbringer, Akut- und Langzeitpflegeeinrichtungen, Patientenvertreter). Ein sogenannter Gesundheitslotse soll dabei die Versorgung patientenindividuell abstimmen und steuern sowie die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie Behandlungsmöglichkeiten finden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wird dann ein gemeinsames, multiprofessionelles Konzept für ein passgenaues SCM entwickelt und erprobt. Der räumliche Fokus des Projektes liegt zunächst auf der Region Ettenheim.

Ablauf des Projektes

Im ersten Projektjahr stand v.a. eine Bestands- und Bedarfsanalyse im Vordergrund, um vorhandene Strukturen im ambulanten und stationären Sektor sowie ggf. vorhandene Schnittstellenprobleme systematisch zu analysieren und ggf. fehlende Strukturen sowie Bedarfe zu identifizieren. Hierbei wurde wissenschaftliche Literatur, bestehende Ergebnisse der Bürgergespräche und Best-Practice Beispiele herangezogen. Zusätzlich wurden leitfadengestützte Interviews mit chronisch erkrankten und multimorbiden Personen, Hausärztinnen und Hausärzten sowie Fachärztinnen und Fachärzten verschiedener Fachgebiete aus der Region Ettenheim-Lahr durchgeführt. Im Rahmen einer Bachelorarbeit fand eine Befragung von sogenannten berufsverwandten Gruppen statt. Berufsverwandte Gruppen sind Akteurinnen und Akteure, die bereits Case Management Elemente anwenden oder Case Management ähnliche Tätigkeiten durchführen. Diesen Gesprächen kam besondere Bedeutung zu, um den Aufbau von Doppelstrukturen zu vermeiden.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Bestands- und Bedarfsanalyse wurde dann gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe ein erstes Konzept für ein SCM entwickelt. Dieses Konzept wurde nochmals Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis vorgelegt und entsprechend der Ergebnisse gemeinsam mit der Arbeitsgruppe überarbeitet. Das Konzept wurde anschließend mit weiteren Gremien der KGK Ortenaukreis (Lenkungskreis und der Arbeitsgruppe „Sektorenübergreifende Versorgung“) abgestimmt. Seit dem 25.04.2022 wird das Konzept in Ettenheim praktisch erprobt. Ziel der praktischen Erprobung ist es, herauszufinden, ob sich das entwickelte Konzept in die aktuellen Versorgungsstrukturen implementieren lässt oder ob Anpassungen des Konzeptes notwendig sind.

Ein Abschlussbericht des Projektes wird am 31.03.2023 abgegeben und entsprechend veröffentlicht.

Projektteam

Leiterin der Geschäftsstelle der KGK: Dr. Janine Feicke
Projektleitung: Linda Fuchs
Gesundheitslotsin/Case Managerin: Karin Ruder

Presse/Veröffentlichungen