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Gebäudesanierungen - Das Amt für Umweltschutz des Ortenaukreises gibt Tipps zur Förderung der Artenvielfalt

Das Amt für Umweltschutz des Ortenaukreises informiert, wie man bei der Sanierung oder dem Umbau von Gebäuden zum Schutz der Artenvielfalt beitragen kann:

-       Zunächst Klärung der Situation: Gibt es Anhaltspunkte für eine Besiedelung von Brutvögeln oder Fledermäusen (beispielsweise Flugbeobachtungen, alte Nester)?

 

-       Anfrage bei der unteren Naturschutzbehörde zum weiteren Vorgehen. Manchmal sind Bauzeitenregelungen (etwa außerhalb der Brutzeit) schon hilfreich. Jedoch muss jeder Fall einzeln geprüft werden.

Auch unabhängig von Sanierungsarbeiten kann etwas für die Artenvielfalt getan werden:

 

-       Neue Nistmöglichkeiten für Vögel in Form von Nistkästen können jederzeit an Gebäuden angebracht werden. Hier gibt es artspezifische Kästen. Darunter können auch sogenannte „Kotbretter“ montiert werden.

-       Auch für Fledermäuse können jederzeit künstliche Quartiere an Gebäuden geschaffen werden und so die Strukturvielfalt erhöht werden. Hier gibt es jeweils spezielle Kästen für verschiedene Fledermausarten.

 

 

„Vor allem Haussperlinge, Mehlschwalbe und Mauersegler gehören zu den Untermietern am Haus“, informiert Anita Dinger, Leiterin des Amts für Umweltschutz des Ortenaukreises. Alle drei Arten werden laut der Amtsleiterin in der aktuellen Roten Liste der Brutvögel auf der Vorwarnliste geführt.

Aber auch Fledermäuse können Hohlräume oder Spalten von der kleinsten Ritze im Mauerwerk bis hin zu Dachstühlen bewohnen. „Insbesondere länger leerstehende Gebäude sind ein idealer Rückzugsort für Fledermäuse wie beispielsweise die Zwergfledermaus, das Große Mausohr und das Graue Langohr“, so Dinger. „Alle in Baden-Württemberg vorkommenden Fledermausarten sind streng geschützt. Vor allem bei Gebäudesanierungen kann man viel für den Schutz dieser Tierarten erreichen.“ Die europäischen Vogelarten und die Fledermäuse stehen unter besonderem Schutz. So darf man diese Tiere weder töten, sie in ihren Quartieren derart stören, dass die die Brut aufgeben noch ihre Quartiere zerstören.