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Drei Gemeinden aus dem Ortenaukreis beim 27. Landeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«

Bohlsbach, Großweier und Honau mit dabei

Der Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” ist eine Initiative, die auch Ortenauer Bürgerinnen und Bürger seit vielen Jahren zu großem Eigenengagement in unseren Dörfern bewegt und dadurch wesentliche Impulse zur Verbesserung der Lebensqualität im Ländlichen Raum gibt. In den Jahren 2020 – 2023 findet der Wettbewerb zum 27. Mal statt. Coronabedingt konnten im letzten Jahr keine Begehungsrunde stattfinden, diese werden nun nachgeholt, wie Hansjörg Haas vom Landratsamt Ortenaukreises mitteilt. Organisiert werden diese Begehungen von der Beratungsstelle für Obst-, Gartenbau und Landespflege im Landwirtschaft.
„Mit Bohlsbach, Großweier und Honau haben sich in dieser Runde drei Ortschaften Ortenaukreis angemeldet. Erstmal erhalten alle teilnehmenden Gemeinden einen Zuschuss von jeweils 3000 Euro, unabhängig von der Bewertung“, erklärt Haas. Eine fachkundige Jury werde die Ortschaften Ende September besichtigen.

Im Vordergrund des Wettbewerbs steht die ganzheitliche Entwicklung der ländlichen Gemeinden. Dazu gehören Bewertungskriterien wie die Entwicklung des gesamten Ortes auf der Grundlage zukunftsorientierter Konzepte. Auch die von der Dorfgemeinschaft erbrachten Leistungen in kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen sowie in der Bau- und Grüngestaltung des Dorfes haben besondere Bedeutung, teilt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit.

„Insgesamt können bei der Bewertung 80 Punkte erreicht werden“, so Haas, diese setzen sich zusammen aus den Bereichen „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen‘“ (20 Punkte), „Soziale und kulturelle Aktivitäten“ (20 Punkte), „Baugestaltung und Siedlungsentwicklung“ (15 Punkte) sowie „Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft“ (15 Punkte). „10 Punkte können in einer Querschnittsbewertung vergeben werden, die die individuelle Ausgangslage des Dorfes berücksichtigt und ob die Einzelmaßnahmen ein geschlossenes Gesamtbild ergeben“, erläutert Haas. Für die Gemeindebegehung sind zwei Stunden vorgesehen. „Nach einer einleitenden Präsentation gibt es einen Rundgang und eine Fahrt durch die Gemeinde. Dabei streben die Kommissionsmitglieder nach möglichst vielen Informationen und Eindrücken“, weiß Haas, der diese Begehungen bereits zum 10. Mal organisiert.

Schriftliche Präsentationen wurden von den teilnehmenden Gemeinden bereits erstellt. „Die Dörfer haben sich in Arbeitskreisen und themenbezogenen Treffen auf das Ereignis vorbereitet. Der Kommission ist natürlich bewusst, dass das ehrenamtliche Engagement in den letzten Monaten nur sehr eingeschränkt möglich war“, so Haas. Nach der Begehung werde den Ortschaften ein ausführliches Protokoll zur Verfügung gestellt, das als Hilfestellung für weitere Maßnahmen und Entwicklungsprozesse diene.

Bei den bisher 26 Wettbewerben haben sich Dörfer aus Baden-Württemberg rund 7.900 mal beteiligt. Beim jüngsten Landeswettbewerb erzielte zuletzt der Renchener Stadtteil Ulm einen 1. Preis, in Neuried wurde dem Ortsteil Schutterzell ein zweiter Preis zugesprochen.