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Aktionstag des europaweiten Notrufs 112

Kreisbrandmeister macht auf einheitliche Notrufnummer aufmerksam

Am 11. Februar, dem „11.2“, ist der europäische Tag des Notrufs: 112 lauten die drei Ziffern, die nicht nur in Deutschland Leben retten können. Schon seit 1991 gilt die Notrufnummer europaweit. Um auf die lebensrettende Nummer aufmerksam zu machen, haben die Verantwortlichen in 2009 einen Aktionstag ins Leben gerufen.

„Es ist uns wichtig, immer wieder darüber zu informieren, dass die 112 im Notfall in 38 Staaten Europas gewählt werden kann, wenn die Feuerwehr, der Rettungsdienst oder auch die Polizei benötigt werden“, so Bernhard Frei, Kreisbrandmeister des Ortenaukreises. Nur jeder fünfte Deutsche weiß, dass er auch im Ausland über diese Notrufnummer Hilfe bekommt. Der europäische Notruf gilt aber in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie der Schweiz, Island, Norwegen und weiteren Nachbarstaaten.

Ob der Notruf von einer Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst betreut wird oder die Polizei zunächst den Notruf annimmt, ist von Land zu Land verschieden. „Allerdings erreichen Sie mit der 112 im Notfall immer die nächstgelegene Notrufzentrale“, so Frei. Man könne nicht immer davon ausgehen, den Notruf in seiner Muttersprache absetzen zu können; neben der jeweiligen Landessprache helfe aber in der Regel Englisch weiter.

Im Ortenaukreis läuft der Notruf 112 in der integrierten Leitstelle (ILS) in Offenburg auf. Die ILS ist für die gesamte sogenannte „nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr“ im Ortenaukreis zuständig. Dabei können Notrufe von den Disponenten neben Deutsch auch auf Englisch aufgenommen werden. Ob zusätzliche Sprachen angeboten werden, hängt oft von den individuellen Fähigkeiten oder dem familiären Hintergrund der Disponentinnen und Disponenten ab. „Die Notrufnummer wird leider auch bei medizinischen Bagatellfällen verwendet. Oftmals reicht es aus, den Ärztlichen Bereitschaftsdienst zu Hilfe zu holen und dadurch die Kapazitäten für echte Notfälle freizuhalten“, möchte der Leiter der Leitstelle, Georg Santl, sensibilisieren.