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Erste Auswirkungen der Coronakrise - Fallzahlen der Kommunalen Arbeitsförderung steigen deutlich an

Presseinformation zum Statistikreport April 2020

Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) deutlich angestiegen. So beziehen aktuell 7.525 Familien bzw. Haushalte die sogenannten „Hartz IV“-Leistungen. Dies sind 344 mehr als im Vormonat, was einer Zunahme von 4,8 Prozent entspricht. Die Zahl der Arbeitslosen ist sogar um 9,2 Prozent in die Höhe geschnellt. „Zwar ist dies der höchste Anstieg, den die KOA bislang zu verzeichnen hat, aber der größte Teil der coronabedingten Zunahme an SGB II-Leistungsberechtigten steht wohl noch bevor“, ist sich Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters, sicher.

Es sei natürlich zu erwarten gewesen, dass durch die aktuelle Krisensituation mit Kontaktsperren, temporären Geschäftsschließungen und Produktionseinschränkungen mehr Menschen auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein werden. Dies habe sich mit den Aprilzahlen nun bestätigt. „Es sind vor allem Neuanträge von Personen zu verzeichnen, deren Erwerbseinkommen sich vermindert haben oder zum Beispiel durch Ruhen der Selbstständigkeit völlig wegbrechen, die keine Versicherungsleistungen der Agentur für Arbeit beziehen können und daher SGB II-Leistungen beanspruchen“, erläutert Mittelstädt die Ursachen für den Anstieg der Fallzahlen.

Für valide Prognosen zur weiteren Entwicklung sei es derzeit aber noch zu früh. „Wann können mehr Firmen ihre Produktion hochfahren, Gaststätten und Cafés wieder öffnen, wie gestaltet sich die weitere wirtschaftliche Entwicklung? Die aktuellen Veränderungen haben eine Dynamik, deren Wirkungen schwer vorherzusagen sind. So sind sowohl moderate als auch sehr starke Fallzahlanstiege möglich“, so Mittelstädt weiter. Die KOA sei aber darauf eingestellt, auch bei außergewöhnlichen Entwicklungen handlungsfähig zu sein.

Derzeit erhalten insgesamt 16.321 Personen Leistungen der KOA. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Leistungsberechtigten beträgt 7.772. Hinzu kommen 4.936 nichterwerbsfähige Sozialgeld-Empfänger, 2.671 reine Arbeitslosengeld II-Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter drei Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten, sowie 942 sonstige Leistungsberechtigte, die keine Regelleistungen beziehen.

Im März 2020 haben 89 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen zwei Arbeitsaufnahmen auf dem sogenannten „zweiten“ Arbeitsmarkt. Hierbei handelt es sich überwiegend um gemeinnützige Beschäftigungsverhältnisse, die durch staatliche Zuschüsse geschaffen worden sind. Insgesamt haben somit im Berichtsmonat 91 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden.

Statistikreport April 2020

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