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»Schublade zu, Vielfalt auf - Soziale Teilhabe aus unterschiedlichen Perspektiven«

Fachtag des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis (PNO) und des Jugendamts Landratsamt Ortenaukreis

Das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO) und das Jugendamt Ortenaukreis haben vergangenen Mittwoch im Landratsamt Ortenaukreis gemeinsam einen Fachtag mit dem Titel „Schublade zu, Vielfalt auf – Soziale Teilhabe aus unterschiedlichen Perspektiven“ veranstaltet. 120 Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Schulen, Schulkindergärten, der Kindertagespflege sowie aus dem Kinder- und Jugendhilfesystem der behandelten dabei das große Themenfeld der sozialen Teilhabe. Themenschwerpunkte waren Inklusion, Migration, kulturelle und religiöse Vielfalt, Fluchterfahrung, Behinderung und Krankheit. „Bei dem Fachtag ging es darum, die eigenen Schubladen weit zu öffnen, diese sich anzusehen, auszumisten oder zu leeren und anschließend mit großer Vielfalt zu befüllen“, informiert Ullrich Böttinger, Leiter des Amtes für Soziale und Psychologische Dienste im Landratsamt Ortenaukreis und Leiter des Präventionsnetzwerkes. 

Caroline Ali-Tani, Expertin der inklusiven Pädagogik von der Universität Paderborn berichtete über Inklusion in Bildungseinrichtungen und welche Chancen und Herausforderungen diese für den pädagogischen Alltag darstellen können. Ali-Tani betonte, wie wichtig es sei, dass die Bedürfnisse jedes Kindes gesehen und berücksichtigt würden. Unterschiedliche Konzepte und Lösungsansätze seien notwendig, um jedem Kind die gleichen Entwicklungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen. „Bildungseinrichtungen müssen in der Umsetzung von Inklusion nicht perfekt sein. Vor allem ist es wichtig, sich auf den Weg zu machen und das Thema Inklusion anzunehmen“, bekräftigte die Erziehungswissenschaftlerin.  

Von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen beleuchtete Antje Richter-Kornweitz anschließend den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit. Im Ortenaukreis würden 8,6 Prozent der drei bis zehnjährigen Kinder in Familien mit Arbeitslosengeld-II-Bezug aufwachsen. Die Diplom-Pädagogin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin erläuterte, welche gesundheitlichen Risiken mit einem Aufwachsen in Armut einhergingen. „Diese Kinder weisen eine schlechtere Gesundheit auf und haben geringere soziale Teilhabechancen“, so Richter-Kornweitz. Wichtig sei es deshalb, Kindern und ihren Familien schon frühzeitig Teilhabe ermöglichen und Bildungseinrichtungen für das Thema zu sensibilisieren. „Jede Familie besitzt ein eigenes Verständnis ihrer Normalität“, merkte Richter-Kornweitz an. „Deshalb ist besonders der Austausch zwischen den Eltern und pädagogischen Fachkräften über Erziehung und Bildung wichtig, um Kinder in ihrer Entwicklung und ihren Teilhabechancen zu fördern.“ 

Ortenauer Bildungseinrichtungen erhalten Unterstützung rund um die Themen der Sozialen Teilhabe durch das PNO. Im Rahmen einer Bedarfsorientierten Fortbildung können sich pädagogische Fach- und Lehrkräfte ganzer Bildungseinrichtungen zu den Themen der Sozialen Teilhabe weiterbilden lassen. Dazu wurde auf dem Fachtag eine neu entwickelte Handreichung vorgestellt.  

„Gerade in der Weihnachtszeit zeigt sich, dass das Thema soziale Teilhabe vielschichtige Facetten hat. Menschen feiern unterschiedlich Weihnachten, manche gar nicht und auch die Budgets für Geschenke unterscheiden sich erheblich“, resümierte Böttinger.

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