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Energiebericht: Ortenaukreis auf der Zielgeraden

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Die Sanierung der Astrid-Lindgren-Schule in Hesselhurst führte zu einer Senkung des Energiebedarfs um mehr als 50 Prozent. Foto: Landratsamt Ortenaukreis

Der Ortenaukreis hat seinen Gesamtausstoß an Kohlenstoffdioxid (CO2) von 2012 bis 2016 um 8.437 Tonnen auf 15.976 Tonnen gesenkt. „Mit diesem Rückgang von 34,6 Prozent stehen wir kurz vor unserer Zielmarke, bis 2020 35 Prozent einzusparen“, berichtete Dezernentin Jutta Gnädig vor den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Technik (UTA) in der gestrigen Sitzung. Seit September 2012 nutze der Kreis Ökostrom aus 100 Prozent regenerativ erzeugter Energie. Dies sei der Grund für einen Rückgang der CO2-Emissionen um 7.720 Tonnen bis 2016. Weitere 717 Tonnen sparte der Kreis seit 2012 insbesondere durch energetische Sanierungen kreiseigener Gebäude ein, informierte Gnädig. 

„Auch 2017 und 2018 werden wir über acht Millionen Euro investieren, um weitere Gebäude zu sanieren und den Energieverbrauch, die Energiekosten und den CO2-Ausstoß zu senken. Schon im nächsten Jahr werden wir unser Ziel voraussichtlich vorzeitig erreichen oder sogar leicht übertreffen“, freute sich Landrat Frank Scherer.  

„Seit 2013 sind die energetischen Sanierungen der Gebäude des Ortenaukreises ein Schwerpunkt der Doppelhaushalte“, führte Ralf Martin vom Gebäudemanagement, der Verfasser des 12. Energieberichts des Ortenaukreises, aus. Die mit einem Volumen von 8,4 Millionen Euro größte Sanierungsmaßnahme aus dem Programm 2013/2014 sei die Sanierung des Kreisschulzentrums in Offenburg gewesen, die eine Energieeinsparung von 30 Prozent gebracht habe. Bei der für 1,5 Millionen Euro energetisch sanierten Astrid-Lindgren-Schule in Hesselhurst sei zusätzlich die Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt worden. Der Energiebedarf der Schule sei nach der Sanierung um jährlich rund 100.000 KWh pro Jahr und damit um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Die seit 2009 in mehreren Teilabschnitten durchgeführten Sanierungsmaßnahmen bei den Gewerblichen Schulen Lahr hätten sich seit 2016 ebenfalls positiv auf die Energieverbräuche ausgewirkt. Im Vergleich zum Jahr 2012 habe der Energiebedarf im Jahr 2016 um 530.000 KWh reduziert werden können. Dies entspräche einem Rückgang um 40 Prozent.  

„In Zukunft sehen wir das größte Potential zur weiteren CO2-Einsparung im Bereich der Heizenergie,“ so Martin weiter. „Auf unserem Programm stehen bis 2018 energetische Sanierungen bei fünf Schulgebäuden. Und auch ab 2019 sind weitere energetische Sanierungen vorgesehen. Ein Schwerpunkt wird dabei das Verwaltungsgebäude in der Badstraße 20 in Offenburg sein.“ 

Weitere Reduzierungen des Stromverbrauchs wirkten sich laut Martin nur in geringem Umfang auf die CO2-Bilanz aus, würden aber trotzdem intensiv weiter verfolgt. So würde etwa die Außenbeleuchtung bei den Straßenmeistereien von energetisch ineffizienten Quecksilberdampflampen auf umweltfreundliche LED-Leuchten mit hoher Energieeffizienz und langer Lebensdauer umgestellt. Damit könne der Stromverbrauch für die Beleuchtung der Straßenmeistereien um rund 25.000 kWh/Jahr reduziert und dadurch Stromkosten eingespart werden.