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Ortenauer Kreisräte auf Informationsfahrt in Südtirol

Tourismus, Landwirtschaft, Regionalvermarktung und neue Impulse für Kreispolitik

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Die Ortenauer Kreistagsdelegation im Südtiroler Landtag mit Landrat Frank Scherer (Bildmitte), Landtagsvizepräsident Thomas Widmann (links daneben) und Arnold Schuler, Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft (rechts daneben). Foto: LRA

Im Rahmen einer viertägigen Informationsfahrt vom 18. bis 21. September besuchten Mitglieder des Kreistags und der Kreisverwaltung des Ortenaukreises die nördlichste Provinz Italiens. In Fachvorträgen, Führungen und Gesprächsrunden bekam die 43-köpfige Delegation um Landrat Frank Scherer Einblicke in die Arbeit der Südtiroler Land- und Forstwirte, Tourismusorganisationen, Regionalvermarkter, die Strukturen der Nationalparke, des Südtiroler Landtags und des Südtiroler Gemeindeverbands.

„Südtirol hat mit dem Ortenaukreis strukturell und naturgeographisch sehr viel gemeinsam und wird in vielen Bereichen gerne als Vorbild genannt - hierzu zählen der Tourismus, die Weinwirtschaft, die Regionalvermarktung, die Dichte an Großschutzgebieten. Hier wie dort gibt es fest verankerte Traditionen aber auch zukunftsweisende Innovationen. In dieser Region wollten wir für den Ortenaukreis immer wichtiger werdende Kompetenzen im Bereich des Tourismus, der Regionalvermarktung und der Forst- und Landwirtschaft erwerben, neue Impulse für die Kreispolitik bekommen und aktuelle kreispolitische Themen direkt mit den lokalen Experten diskutieren. Das ist uns gelungen,“ so das Fazit Scherers.

„Vor Ort haben wir erfahren, wie die Südtiroler das Potential ihrer Region ausschöpfen und mit Herausforderungen in der Landwirtschaft und im Tourismus umgehen. Besonders beeindruckt haben mich die Gemeinschaft und das Engagement der Südtiroler. Die Südtiroler haben verstanden, dass sie nur stark sein können, wenn sie sich zusammenschließen und ihre Region gemeinsam vermarkten. Daraus können wir lernen und die Südtiroler Erfahrungen für den Ortenaukreis nutzen,“ zeigte sich der Landrat zufrieden mit den Ergebnissen der Informationsfahrt. „Die Probleme innerhalb der EU sind sehr oft zu vergleichen. Aus diesem Grund sollten wir unsere Netzwerke stärken und die Erfahrungen anderer Regionen bei unseren Entscheidungen bedenken. Gerade bei uns im ländlich geprägten Raum, der auch bei Touristen immer beliebter wird, ist dies besonders wichtig.“

So diskutierten die Teilnehmer mit dem Leiter der Abteilung Kommunikation der Marketingorganisation der Dachmarke Südtirols, Thomas Aichner, unter anderem über die aktuelle Entwicklung im Tourismus. Südtirol ist seit vielen Jahren eine erfolgreiches Tourismusziel. „In jüngster Zeit haben wir den Sprung von der Tourismusdestination zur Marke geschafft. Südtirol ist damit nicht einfach nur ein Punkt auf der Landkarte, sondern ein Lebensgefühl“, so Aichner.

Die Delegation traf außerdem auf Andreas Schatzer, den Präsidenten des Südtiroler Gemeindeverbands, Thomas Widmann, den Vizepräsidenten des Südtiroler Landtags, und Arnold Schuler, den Landesrat für Landwirtschaft. Mit diesen Vertretern der Politik sprach die Gruppe darüber, wie landwirtschaftliche Betriebe erhalten und nachhaltig weiterentwickelt und die Landschaft offengehalten werden könnte und wie man die immer aufwändigeren landwirtschaftlichen Vor-Ort-Kontrollen zufriedenstellend leisten könnte.

Mit dem Direktor des Nationalparks Stilfserjoch, Dr. Hanspeter Gunsch, diskutierten die Teilnehmer die touristischen Möglichkeiten des Nationalparks sowie die Zusammenarbeit des Nationalparks mit der Region. So nutzt etwa der Regionalmarkt „PUR Südtirol“ den regionalen Reichtum sinnvoll und nachhaltig, indem er ausschließlich hochwertige, regionale Produkte aus Südtirol im Sortiment führt. Der Geschäftsführer des Regionalmarkts, Ulrich Wallnöfer, Vertriebs- und Marketingexperte, will regionale Qualität zu fairen Preisen für jeden zugänglich machen und dabei auch die regionalen Betriebe unterstützen. Die Möglichkeiten, traditionelle Baukultur mit moderner Architektur zu verbinden - so wie es in Südtirol perfekt gelungen ist - waren Stoff für weitere Diskussionen, denn auch im Schwarzwald werde das Thema Baukultur immer wichtiger.