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Einweihung der Lernfabrik 4.0 an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg

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Projektleiter Jochen Dapp, Werner Reif von der IHK, Landrat Frank Scherer, Staatssekretär Volker Schebesta, Schulleiterin Monika Burgmaier und der Vizepräsident der IHK Armin Stolzer weihen die Lernfabrik 4.0 an der Gewerblich-Technischen Schule des Ortenaukreises in der Moltkestraße 23 in Offenburg ein. Bild: Landratsamt Ortenaukreis

Die Gewerblich-Technische Schule des Ortenaukreises in Offenburg ist seit gestern eine von 15 beruflichen Schulen im Land, an denen die Fach- und Nachwuchskräfte von morgen optimal auf die Digitalisierung in der Arbeitswelt im Zeitalter der sogenannten „Industrie 4.0“ vorbereitet werden. Landrat Frank Scherer weihte zusammen mit dem Staatssekretär im Kultusministerium, Volker Schebesta, und dem Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK), Armin Stolzer, die „Lernfabrik 4.0“ ein. 

Die Lernfabriken 4.0 an beruflichen Schulen sind als Trainingszentren sowohl für die Auszubildenden der Fachbereiche Metall- und Elektrotechnik als auch für die mittelständische Industrie in der Region konzipiert. Sie gleichen im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen, an denen die Nutzer die digitalen Produktionsprozesse trainieren und vernetzte Abläufe selbst steuern können. 

 

„Heute gilt es beim Thema Digitalisierung für jede und jeden in allen gesellschaftlichen Bereichen up to date zu bleiben – gerade auch für unsere Unternehmen, für sie ist es sogar existentiell“, so Landrat Frank Scherer. „Deshalb gehört es meines Erachtens auch zum bildungspolitischen Pflichtprogramm auf allen verantwortlichen Ebenen dafür zu sorgen, dass auch unsere Lern- und Ausbildungsstätten und unsere Lehrkräfte in Sachen Digitalisierung up to date sind. Und deshalb habe ich auch keine Sekunde gezögert, als mich der Projektaufruf zur Lernfabrik 4.0 erreichte. Ich freue mich sehr und bin stolz darauf, dass wir hier im Ortenaukreis im Schulterschluss mit der IHK dieses Leuchtturm-Projekt für die Wirtschafts- und Bildungsregion am südlichen Oberrhein realisieren konnten. Und ich bin sehr dankbar für die finanzielle Beteiligung des Landes, der IHK und von 16 Unternehmen aus der Ortenau und darüber hinaus, ohne die wir das Projekt nicht hätten stemmen können.“ 

Werner Reif, Leiter Geschäftsbereich Innovation und Umwelt bei der IHK Südlicher Oberrhein, betonte: „Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele Unternehmen aus der Region, über die Ortenau hinaus, quasi auf Zuruf Geld für die Lernfabrik 4.0 gegeben haben. Und dass die Summe aus der Wirtschaft am Ende mehr als doppelt so hoch wie gefordert ausfiel, macht den Wert dieses Projekts für unsere Betriebe besonders deutlich.“ Reif sieht die Lernfabrik 4.0 als idealen Baustein des von der IHK gegründeten Kompetenzzentrums Industrie 4.0. Dessen wesentliche Elemente sind Beratung, Austausch und Weiterbildung. Gerade die Möglichkeit, die digitalen Abläufe in der Praxis üben zu können, bezeichnete Armin Stolzer als essenziell. „Hier können wir Industrie 4.0 erlebbar machen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter von Kasto Maschinenbau und Vizepräsident der IHK Südlicher Oberrhein. „Das ist wichtig, sonst geht der klassische Facharbeiter, ein bedeutender Standortfaktor in Deutschland, verloren.“ 

Scherer dankte in seiner Rede der Schulleiterin Monika Burgmaier, dem Projektleiter und stellvertretendem Schulleiter Jochen Dapp sowie allen beteiligten Lehrkräften für die Pionierarbeit und ihr Engagement, ohne das die Konzeption für die neue Lernfabrik und ihre Realisierung an der Kreisschule nicht möglich gewesen sei. 

Auf Scherers Initiative hin hatte sich der Ortenaukreis mit der Gewerblich-Technischen Schule in Offenburg in Zusammenarbeit mit der IHK um die Förderung beworben. Der Kultur- und Bildungsausschuss des Kreises hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen. Für die Realisierung der Lernfabrik 4.0 entstehen dem Ortenaukreis als Schulträger Gesamtkosten in Höhe von 836.000 Euro. Das Land gewährt einen Zuschuss von 384.000 Euro, die regionale Wirtschaft und die IHK Südlicher Oberrhein steuern 195.000 Euro bei. Die verbleibenden Kosten in Höhe von 257.000 Euro trägt der Landkreis.

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