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Landratsamt informiert Kommunen über die Gründung der Breitband Ortenau GmbH & Co. KG

Landrat Frank Scherer: „Doppelstrukturen vermeiden!“

Rund 120 Vertreter aus den Ortenauer Kommunen folgten gestern der Einladung von Landrat Frank Scherer zu einer Besprechung ins Landratsamt nach Offenburg. Scherer und die Leiterin der Stabsstelle Breitband im Ortenaukreis, Dr. Diana Kohlmann, informierten die Bürgermeister, Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeiter über die geplante Breitband Ortenau GmbH & Co. KG und beantworteten Fragen zur weiteren Strategie im Bereich des kreisweiten Breitbandausbaus.  

Nachdem Diana Kohlmann im November 2016 in neun Sitzungen alle 51 Städte und Gemeinden des Ortenaukreises über den Aufbau der Gesellschaft einer kreisweiten Breitbandinfrastruktur („Backbone-Netz“ und Ortsnetze) und einer kommunalen Beteiligung informierte, haben bereits sieben Städte und Gemeinden den Beitritt zur Breitband Ortenau GmbH & Co. KG beschlossen. Bei den übrigen Kommunen stehen die Beschlussfassungen in den kommenden Wochen auf der Tagesordnung. Bis Ende März können sich die Gemeinden entschließen, ob sie sich dem kreisweiten Projekt anschließen. 

Landrat Scherer machte gestern im großen Sitzungssaal des Landratsamtes nochmals klar, dass die Breitband Ortenau GmbH & Co. KG kreisweite Aktivitäten zum Aufbau einer Breitbandinfrastruktur zentral bündeln wird, damit ein großes zusammenhängendes Kreisnetz entsteht, das attraktiv für Nutzer und Betreiber ist. „Wir bauen im Interesse der Daseinsvorsorge ein kommunales Netz, das heißt wir sind nicht Wettbewerber von Telekommunikationsunternehmen, sondern wir werden nur dort aktiv, wo der Markt versagt. Wenn die Kommunen und der Kreis aber schon öffentliche Mittel investieren müssen, um eine flächendeckende Versorgung unserer Bevölkerung und Gewerbegebiete zu gewährleisten, dann soll die neu entstehende Infrastruktur auch uns gehören. So ist zumindest langfristig eine Amortisation möglich.
Hierfür ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam aufstellen, um möglichst effizient eine komplementäre Daseinsvorsorge zum bestehenden Markt realisieren zu können“, so der Landrat.  

Ein gemeinsames Vorgehen in der Ortenauer Breitband GmbH & Co. KG bedeute eine sinnvolle Bündelung der Kompetenzen im Bereich Ausschreibungen, Vergabe und Förderung sowie Technik und Beratung, ergänzte Diana Kohlmann. „Die Kommunen – auch solche mit derzeit guter Erschließung – können den Ausbau damit selbst steuern und die Gewerbegebiete und unterversorgte Gebiete oder Teilbereiche ausbauen lassen und gefördert bekommen.“