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Erste revierübergreifende Jagd in Durbach erfolgreich

Amt für Waldwirtschaft jagt gemeinsam mit privaten Jagdpächtern

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Wildschweine im Winter. Foto: LRA

Letzte Woche haben das Amt für Waldwirtschaft im Staatswald Brandeck und die angrenzenden Durbacher Jagdreviere zum ersten Mal eine gemeinsame Jagd durchgeführt. Die Durbacher Winzer und Landwirte regten die revierübergreifende Jagd an. „Wildschweine hatten auf der Suche nach Futter regelmäßig den Boden auf den Reb- und Wiesenflächen umgraben. Die Bearbeitung der Flächen wird dadurch sehr schwierig“, berichtet Joachim Hass, Leiter des Forstbezirks Offenburg. Auch Schäden an Trauben und Rebstöcken hatten die Winzer zu verzeichnen. Die in den letzten Jahren stark gestiegene Zahl an Wildschweinen sollte daher auf einer gemeinsamen Jagd effektiv reduziert werden.

Auf einer Fläche von über 1.500 Hektar waren mehr als 200 Leute als Treiber und Schützen im Einsatz. Insgesamt wurden 25 Wildschweine und 50 Rehe erlegt. „Für die Waldbesitzer ist die intensive Bejagung des Rehwilds wichtig“, erklärt Daniela Vetter vom Amt für Waldwirtschaft, die die Jagdleitung im Staatswald Brandeck innehatte. „Rehe knabbern im Wald mit Vorliebe an den jungen Bäumen. Wenn zu viele Rehe im Wald vorhanden sind, kann ein vielfältiger und artenreicher Wald nicht natürlich nachwachsen“, weiß Vetter. „Wir waren mit der Abstimmung mit den anderen Jagdpächtern im Vorfeld, dem Jagdtag selber und den Ergebnissen sehr zufrieden“, so Vetter weiter. Sowohl das Amt für Waldwirtschaft als auch die beteiligten Durbacher Jagdreviere würden eine Wiederholung im nächsten Jahr begrüßen.

Die revierübergreifende Jagd fand als so genannte Drückjagd statt. Dabei versuchen Treiber und Hunde das Wild aus den dicht bewachsenen Bereichen, in denen sie sich tagsüber bevorzugt aufhalten, heraus zu „drücken“. „Das Wild wird dabei zwar am Jagdtag beunruhigt“, erklärt Holger Schütz, Leiter des Amts für Waldwirtschaft. „An einem einzigen Tag werden bei dieser Form der Jagd aber viele Tiere auf einmal erlegt. Das bedeutet, dass die einzelnen Jäger über mehrere Wochen oder gar Monate weniger häufig auf Jagd gehen müssen. Damit ist die Beunruhigung des Wildes insgesamt geringer. Aus unserer Sicht sind Drückjagden, insbesondere wenn sie revierübergreifend durchgeführt werden, sehr sinnvoll“, stellt Schütz fest.

Bei der Vorbereitung der Jagd halfen auch Zuwanderer mit, die am Waldschulheim Höllhof unter Anleitung der dortigen Mitarbeiter die Schützenstände bauten, die für eine solche Drückjagd nötig sind. „Die jungen Männer haben mit Begeisterung mitangepackt. Das war für uns eine große Hilfe“, so Vetter.

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