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Mehr Gewässerschutz im Ortenaukreis

Weitere 19 landwirtschaftliche Anwesen im Außenbereich wurden 2016 an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen

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Herstellung des Kanalanschlusses einer privaten Teilnehmergemeinschaft. Foto: Ingenieurbüro WALD + CORBE

19 Anwesen, deren Abwasser bisher über Kleinkläranlagen in Schwarzwaldbäche floss, konnten 2016 an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden.

Ein Großteil der neu erschlossenen Anwesen liegt im Acher-, Rench- und Kinzigtal. Ihr Abwasser wird jetzt nicht mehr in Schwarzwaldbäche geleitet, sondern in die leistungsfähigeren kommunalen Kläranlagen beispielsweise in Achern, Oppenau, Oberkirch und Hausach.

„ Wir arbeiten zusammen mit den Gemeinden konsequent daran, möglichst vielen landwirtschaftlichen Betrieben den Anschluss an die öffentliche Abwasserentsorgung zu ermöglichen“, so Bernhard Vetter, Amtsleiter des Amts für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Ortenaukreis, „denn in zentralen Kläranlagen wird Abwasser wirksamer und besser gereinigt, so dass Bäche und Flüsse weniger mit Nährstoffen und sauerstoffzehrenden Stoffen belastet werden. Der Anschluss an die öffentliche Kanalisation ist für die Höfe häufig auf Dauer auch wirtschaftlich sinnvoll, weil die Entsorgung des Schlamms, die Wartung und die regelmäßige Aufrüstung der eigenen Kleinkläranlage auf den Stand der Technik entfallen.“

Anwesen im ländlichen Raum an die öffentliche Kanalisation anzuschließen und somit die dezentrale Abwasserbeseitigung abzulösen, sei auch das Ziel des Landes Baden-Württemberg. „Deshalb hilft das Land mit einem Förderprogramm, ohne das solche hohen Anschlussquoten nicht möglich wären“, so Vetter weiter. Zu teuer seien oft die aufwändigen Anschlussarbeiten für den einzelnen Hof. Das sei auch der Grund, weshalb sich die Betroffenen zu privaten Teilnehmergemeinschaften zusammenschlössen. „Dabei, bei der Beantragung von Fördermitteln und bei der Umsetzung der Maßnahmen unterstützen wir vom Landratsamt und die Gemeinden die Betroffenen gerne und mit Erfolg, wie die Anschlusszahlen zeigen“, freut sich der Amtsleiter.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat die umweltgerechte Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum im Jahr 2016 zu 30 Prozent bezuschusst. Insgesamt flossen dafür über 170.000 Euro Landesförderung in fünf Ortenauer Städte und Gemeinden. 93 Einwohner konnten durch die geförderten Maßnahmen an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden.

In den letzten 20 Jahren wurden etwa 1560 Anschlüsse im Ortenaukreis mit Fördermitteln von insgesamt über 7,7 Millionen Euro bezuschusst. Die Abwasserbeseitigungskonzepte der Kreiskommunen sehen den Anschluss von noch etwa 580 weiteren Anwesen in den nächsten 15 Jahren als realistisch an.

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