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Landratsamt Ortenaukreis genehmigt Windpark Nillkopf

Zwei Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von je drei Megawatt

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Am Mittwochvormittag überreichte der Erste Landesbeamte des Ortenaukreises, Nikolas Stoermer (3.v.l), die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau und Betrieb von zwei neuen Windenergieanlagen auf dem Nillkopf an Klaus Schmieder (4.v.l.), Geschäftsführer der Bürgerwindrad Nillkopf GmbH und Vorstandssprecher der Bürgerenergiegenossenschaft Fischerbach. Mit dabei (von links): Julia Morelle, Leiterin des Amtes für Immissionsschutz beim Landratsamt, Klaus Schmid, Aufsichtsratsvorsitzender Bürgerwindrad Nillkopf GmbH, Ulrich Kleine, Vorstand E-Werk Mittelbaden und der zuständige Projektleiter beim E-Werk Mittelbaden, Stefan Böhler. Foto: LRA

Das Landratsamt Ortenaukreis hat die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau und Betrieb von zwei neuen Windenergieanlagen auf dem Nillkopf erteilt. Die Windräder haben eine Nabenhöhe von 149 Metern, einen Rotordurchmesser von 115,7 Metern und eine Nennleistung von jeweils drei Megawatt.  

„Der Standort der Windenergieanlagen auf dem Nillkopf verfügt über sehr gute Windbedingungen. Die Anlagen werden im Jahr insgesamt rund 20 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren und damit rund 6.000 Haushalte versorgen. Damit leistet der Ortenaukreis einen weiteren Schritt zum Gelingen der Energiewende“, sagte Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises und beim Landratsamt zuständig für Erneuerbare Energien, bei der heutigen Übergabe der Genehmigung an Klaus Schmieder, Geschäftsführer der Bürgerwindrad Nillkopf GmbH und Vorstandssprecher der Bürgerenergiegenossenschaft Fischerbach. 

„Wir wollten dieses Vorhaben von Beginn an nicht nur mit und für Fischerbach verwirklichen, sondern die Bevölkerung der Region dabei miteinbinden und beteiligen“, sagte Schmieder. „Wir sind deshalb sehr dankbar, dass wir durch das positive Votum der Gemeinde- und Stadträte von Hausach, Fischerbach, Haslach, Zell a. H. und Oberharmersbach Unterstützung bekamen. Da wir als Bürgerenergiegenossenschaft nicht selbst über die notwendige technische Kompetenz verfügen, haben wir mit dem E-Werk Mittelbaden einen verlässlichen Partner gefunden. Wir werden nun zügig die Strukturen für eine Betreibergesellschaft unter dem Dach der Bürgerenergiegenossenschaft Fischerbach gründen und das Windkraftprojekt zeitnah umsetzen“, so Schmieder. 

Für das E-Werk Mittelbaden ist der Bau der Windenergieanlagen auf dem Nillkopf ein gelungenes gemeinschaftliches Projekt, das zusammen mit der Bürger-Energie Fischerbach umgesetzt wird. Ulrich Kleine, Vorstand E-Werk Mittelbaden: „Die Windenergieanlagen entstehen auf einem Gebiet, dass schon lange für die Erzeugung von Strom aus Wind steht. Das E-Werk Mittelbaden kann damit den mit der Prechtaler Schanze begonnenen Weg der regenerativen Energieerzeugung aus Windkraft für die Region nahtlos fortsetzen: Wir verstärken die Produktion von erneuerbaren Energien in der Ortenau, um alle Haushalte mit Ökostrom versorgen zu können.“ 

20-monatiges Genehmigungsverfahren 

„Fast 20 Monate dauerte das Genehmigungsverfahren bei dem 34 Träger öffentlicher Belange und sonstige Stellen dabei einbezogen wurden. Alle vorgetragenen Bedenken, darunter insbesondere auch Vorbehalte gegen den Eingriff in das Landschaftsbild, wurden dabei umfassend geprüft“, erklärte Julia Morelle, Leiterin des Amtes für Immissionsschutz beim Landratsamt. In der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung ist eine Vielzahl von Nebenbestimmungen für den Bau und Betrieb der Windenergieanlagen geregelt. „Natur- und artenschutzrechtlichen Belangen werden dabei ebenso Rechnung getragen, wie dem Recht der Bürger auf Schutz vor erheblichen Belästigungen durch Lärm oder Schattenwurf und dem Schutz vor Verunreinigung von Trinkwasserquellen“, so Morelle. 

Wanderer werden auch im Winter auf dem Nillkopf spazieren gehen können Die Anlagen sind mit einem Eiserkennungs- und Warnsystem ausgestattet, die durch Lichtzeichen auf möglichen Eisfall aufmerksam machen. In Abstimmung mit dem Schwarzwaldverein wurde zudem eine Umleitungsstrecke festgelegt, die im Bedarfsfall genutzt werden soll.