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Zuwanderung: Unterkunft im Forstlichen Ausbildungszentrum Mattenhof in Gengenbach wieder aufgelöst

Die Flüchtlingsunterkunft in der Sporthalle des Forstlichen Ausbildungszentrums Mattenhof in Gengenbach wurde am vergangenen Wochenende wieder aufgelöst. Angesichts der eklatanten Zuwanderungsströme hatte das Landratsamt die kreiseigene Halle ab Mitte August 2015 als vorläufige Unterbringung für bis zu 60 Zuwanderer genutzt. Nachdem sich die Situation im Ortenaukreis aufgrund rückläufiger Zugangszahlen wieder entspannt hat, hat das Landratsamt begonnen, nicht mehr oder für andere Zwecke benötigte Objekte sukzessive aufzugeben. So kann auch die mit Leichtbauwänden in 20 Wohneinheiten eingeteilte Turnhalle des Mattenhofs wieder ihrer eigentlichen Bestimmung übergeben werden. Die zuletzt noch im Mattenhof untergebrachten 26 Menschen wurden am vergangenen Samstag in die neue Containerunterkunft in Berghaupten verlegt; der Umzug fand aufgrund eines Heizungsdefekts früher als geplant statt.

„Für die Auszubildenden ebenso wie die Beschäftigten des Mattenhofs bedeutete die Umnutzung ihrer Sporthalle und die Ankunft der neuen Nachbarn einige Veränderungen. Wir sind dankbar und beeindruckt, wir pragmatisch die Schulgemeinschaft die Herausforderung angegangen ist“, so Michael Loritz, der für Migration verantwortliche Dezernent im Landratsamt.

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht“, resümiert die Forstliche Leiterin des Mattenhofs, Dr. Maria Hehn. So hat die Schule den Sportunterricht kurzerhand auf den Bolzplatz, an die Kletterwand, in den Wald, in die Bogenschießanlage oder in den Kraftraum verlegt, gelegentlich wurde auch eine freie Gengenbacher Turnhalle genutzt. Darüber hinaus hat das Forstliche Ausbildungszentrum die neue Situation zum Anlass genommen, sein Sportkonzept zu überarbeiten. Zukünftig sollen im Sportunterricht Übungen im Vordergrund stehen, die überall und jederzeit absolviert und so zur guten Gewohnheit im Alltag werden können.
Um einen Beitrag zur Integration von Zuwanderern zu leisten, hat die Schulleitung zudem zwei neue Unterrichtseinheiten zu den Themen „Flucht und Vertreibung – Ursachen und Ausmaß“ und „Situation und Perspektiven von Asylsuchenden“ eingeführt. Nicht zuletzt hat der Mattenhof auch gemeinsame Aktivitäten mit den Neuankömmlingen wie z.B. einen Spieleabend organisiert. Ein besonderer Höhepunkt war das interkulturelle Begegnungsfest Ende Juli dieses Jahres. Das Spielefest der besonderen Art wurde von dem forstliche Ausbildungszentrum Mattenhof und der evangelischen Kirchengemeinde Gengenbach organisiert. Über 100 Flüchtlinge, größtenteils vom Mattenhof, erlebten mit engagierten einheimischen Familien einen unvergesslichen Familiennachmittag bei Stockbrot, Lagerfeuer und Spielen im Freien.

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