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Zuwanderung: Landratsamt schließt bis Jahresende weitere vorläufige Unterbringungen im Ortenaukreis

Seit Sommer 1.300 nicht mehr benötigte Plätze aufgelöst

Das Landratsamt Ortenaukreis löst zum 31. Dezember 2016 weitere 208 Plätze in elf Unterkünften der vorläufigen Unterbringung für Zuwanderer auf. Die Schließungen betreffen sechs Wohnungen in Kehl, zwei Objekte in Sasbach und jeweils eine Gemeinschaftsunterkunft in Gengenbach, Offenburg und Sasbachwalden. Für den Zeitraum zwischen Juli und Ende November hatte das Landratsamt bereits die Auflösung von 945 Unterkunftsplätzen bekanntgegeben; zusätzlich wurde das ehemalige Militärgebäude „N40“ in Friesenheim mit einer Kapazität für 150 Zuwanderer vorübergehend stillgelegt und mittlerweile aufgegeben. Damit hat der Ortenaukreis 1.303 der im Juli 2016 bestehenden rund 5.700 Plätze im Landkreis gekündigt.  

Anlass für die Aufgabe der Unterbringungsobjekte sind die seit April abrupt zurückgegangenen Flüchtlingszahlen, die Landrat Frank Scherer Anfang Juni dazu veranlasst haben, eine neue Unterbringungsstrategie auf den Weg zu bringen. Diese sieht vor, insbesondere kleine, für das Landratsamt organisatorisch schwer zu betreuende Objekte sukzessive aufzugeben. Möglich ist dies, weil sich das Landratsamt mit verschiedenen Miet- und Kaufmodellen breit aufgestellt hat, um einerseits einen sicheren Basisbestand zu haben, andererseits aber auch flexibel auf Rückgänge reagieren zu können.  

„Durch die bereits durchgeführten Kündigungen haben wir die Auslastung in unseren Unterkünften, die zwischenzeitlich auf etwa 60 Prozent gesunken war, wieder auf rund 70 Prozent gesteigert. Der Abbau zahlreicher Unterkünfte war und ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die uns aber im Sinne und zum Nutzen aller auch ermöglicht, effizienter und wirtschaftlicher zu arbeiten“, so Michael Loritz, der für Migration verantwortliche Dezernent im Landratsamt. 

Konkret handelt es sich bei den zum 31. Dezember gekündigten Objekten um folgende Standorte in Kehl, in denen bisher insgesamt 110 Menschen untergebracht waren: Buchsweilerstraße, Fabrikstraße, Kanzmatt, Mosrinstraße, Richard-Wagner-Straße sowie Neudorfstraße in Auenheim. In den beiden Unterkünften auf dem ehemaligen St. Pirmin-Areal in Sasbach fallen zusammen 53 Plätze weg. Darüber hinaus werden die Wohnungen in der Schwedenstraße in Gengenbach mit 17, in der Kittelgasse in Offenburg mit 7 und am Murberg in Sasbachwalden mit 21 Plätzen aufgelöst.  

Angesichts der wachsenden Bedeutung der Anschlussunterbringung hat das Landratsamt den Städten und Gemeinden angeboten, insbesondere kleine und für den Landkreis ungünstig gelegene, jedoch für die Anschlussunterbringung geeignete Wohnungen und Gebäude im Bedarfsfall zu übernehmen. Welche der bis zum 31. Dezember gekündigten Unterkünfte in die Anschlussunterbringung überführt werden, steht noch nicht in jedem Fall fest.  

Wohin die derzeitigen Bewohner umziehen werden, wird kurzfristig und in Abhängigkeit von den jeweils zum Monatsbeginn vom Land zugewiesenen Neuankömmlingen entschieden. Soweit möglich nimmt das Landratsamt bei der Verlegung in andere Gemeinschaftsunterkünfte Rücksicht auf persönliche Umstände, wie etwa familiäre Konstellationen, bereits bestehende Arbeitsverhältnisse oder den Schulstandort.  

Das Landratsamt bittet um Verständnis, dass die Schließungen einzelner Unterkünfte erst öffentlich gemacht werden können, nachdem das Landratsamt das Vorgehen mit der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung und den Vermietern abgestimmt hat und auch die betroffenen Bewohner sowie die Sprecher der ehrenamtlichen Helferkreise informiert wurden.

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