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Zuwanderer beziehen neue Unterkünfte im Waldweg in Oberkirch

Die ersten Zuwanderer sind in die beiden neu entstandenen Flüchtlingsunterkünfte im Waldweg 12a und 12b in Oberkirch eingezogen. Am Dienstag, 6. September, hat das Landratsamt Ortenaukreis begonnen, Zuwanderer, die bisher in vier anderen vorläufigen Unterkünften in Oberkirch lebten, in das neue Gebäude in der Kernstadt zu verlegen. In den kommenden Tagen werden insgesamt 66 Personen umziehen. Die Unterkünfte in der Appenweierer Straße, in der Erbstraße in Oberkirch-Nußbach, in der St.-Urban-Straße in Oberkirch-Tiergarten und im Waldweg 10, in denen die Menschen bisher untergebracht waren, löst das Landratsamt auf.

Anlass für die Schließungen und die Verlegungen sind die in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen Flüchtlingszahlen und die dadurch bedingte Auslastung von aktuell nur rund 60 Prozent der im Ortenaukreis verfügbaren Unterkunftsplätze. Das Landratsamt sah sich daher veranlasst, eine neu Strategie hinsichtlich der Unterbringung von Zuwanderern auf den Weg zu bringen. Diese sieht vor, insbesondere kleine, unwirtschaftliche bzw. für das Landratsamt organisatorisch schwer zu betreuende Objekte sukzessive aufzugeben. Bei der Schließung bisherigen Unterkünfte und der Verlegung in andere Unterkünfte versucht das Landratsamt so weit wie möglich darauf Rücksicht zu nehmen, wenn Zuwanderer bereits in einem Ort entsprechende Bindungen aufgebaut haben, über einen Arbeitsplatz verfügen oder die Kinder dort zur Schule oder in den Kindergarten gehen. „Ich freue mich, dass wir den Wünschen der Zuwanderer, der Ehrenamtlichen und der Stadtverwaltung entsprechen konnten und alle Bewohner der in Oberkirch aufzulösenden Unterbringungen im Stadtgebiet, also im Waldweg und im Containerdorf in der Hesselbacherstraße, verbleiben können“, so der für Migration verantwortliche Dezernent, Michael Loritz.

Das Landratsamt ist Mieter des Doppelhauses mit einer Kapazität von zusammen 72 Unterkunftsplätzen sowie einer Außenanlage mit Spielplatz und Kräutergarten. Das Gebäude ist im Auftrag der Städtischen Baugesellschaft Oberkirch in Holzrahmenbauweise in einer Bauzeit von knapp neun Monaten entstanden und soll nach dem Ende der Anmietung durch das Landratsamt für den sozialen Wohnbau der Stadt Oberkirch genutzt werden. Das Modell, dass Kommunen bzw. deren Wohnbaugesellschaften Immobilien zur Unterbringung von Zuwanderern in Schnellbauweise erstellen, diese zunächst langfristig an ihren Landkreis vermieten und sie schließlich als Sozialwohnungen nutzen, praktiziert der Ortenaukreis bereits seit rund zehn Jahren. Im Zuge der Flüchtlingsströme wurde das Modell bereits von anderen Regionen aufgegriffen. Vorteil dieses Modells ist, dass der Landkreis schnell auf solide Unterbringungen zurückgreifen kann und dass Tilgung und Zins bis zur Eigennutzung der Gebäude durch die Kommunen mittels der Mieteinnahmen gedeckt werden können.

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