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Praktikanten aus Vidin zu Gast in der Badischen Malerfachschule

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Die bulgarischen Praktikanten mit den Referentinnen für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Landratsamt Barbara Albermann (li.), Jessica Maria Koulkovinis (re.) und Hochschule-Kehl-Studentin Leonie Silberer (2.v.l.). Foto: Landratsamt Ortenaukreis

Seit Anfang Juli sind sieben Schülerinnen und Schüler aus dem bulgarischen Vidin, der Partnerregion des Ortenaukreises, zu Gast in der Ortenau. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Qualifizierungsprogramms Ortenau-Vidin leisten die Jugendlichen ein vierwöchiges Praktikum in unterschiedlichen Unternehmen ab. Neben dem Europa-Park Rust und dem Hotel Dollenberg in Bad Peterstal-Griesbach, die schon seit Beginn das von Landrat Frank Scherer in 2013 initiierte Programm unterstützen, stellen in diesem Jahr erstmalig Badenova in Freiburg, die Werbeagentur Tietge in Offenburg und die Firma EDV-Schrempp in Lahr Praktikumsplätze zur Verfügung. „Der Betreuungsaufwand wegen der Sprachhindernisse ist relativ hoch und die Entscheidung für die Unternehmen daher nicht immer einfach. Ich freue mich sehr über das Engagement der teilnehmenden Firmen“, erklärt Scherer.

Für einige der 16- bis 18-jährigen Gymnasiasten ist es der erste Aufenthalt in Deutschland. „Schön, dass die jungen Menschen Mut zeigen und diesen Schritt trotz einiger Sprachschwierigkeiten wagen. Ich bin mir sicher, dass der Aufenthalt ihnen eine große Chance bietet und sie wertvolle praktische Erfahrungen in modernen Betrieben sammeln“, so der Landrat.

Wie in den vergangenen Jahren stand auch in diesem Jahr der Besuch einer Beruflichen Schule des Ortenaukreises auf dem Programm. Schulleiter Ralf Dyck von der Badischen Malerfachschule in Lahr begrüßte die Jugendlichen aus Vidin und stellte die verschiedenen Ausbildungsberufe an der Badischen Malerfachschule vor. Insbesondere die Erläuterungen des Schulleiters über die Chancen, die das duale Ausbildungssystem für junge Menschen bietet, stießen bei den Jugendlichen auf großes Interesse. „Es gibt kein vergleichbares System in Bulgarien. Dort setzt man ausschließlich auf die Schule zur Vorbereitung auf das Berufsleben“, so Barbara Albermann, Referentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Landratsamt Ortenaukreis, die die Jugendlichen während ihres Aufenthalts in Deutschland betreut. Besonders von der Qualität der praktischen Arbeiten der Auszubildenden und der Meisterschüler, die beim abschließenden Rundgang durch das Schulgebäude besichtigt werden konnten, waren alle begeistert. „Man spürt beim Anblick der ausgestellten Arbeiten die Leidenschaft für den Beruf“, so Mario Georgiev, einer der diesjährigen Praktikanten.

Ziel des Qualifizierungsprogramms Ortenau-Vidin ist es, den von der herrschenden hohen Jugendarbeitslosigkeit in Bulgarien bedrohten jungen Menschen hier die Möglichkeiten einer dualen Ausbildung aufzuzeigen. Mit dem Know-How-Transfer nach bestandener Ausbildung zurück nach Bulgarien könnte ein Beitrag geleistet werden, um dort Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel zu begegnen. Der Ortenaukreis liegt mit diesem Projekt ganz auf der Linie der EU-Donauraumstrategie, in der die berufliche Qualifizierung und der Export des dualen Ausbildungssystems einen Schwerpunkt bilden.

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