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Keine Windenergieanlagen in Landschaftsschutzgebieten am Eselskopf und Kutschenkopf

Im Bereich der Landschaftsschutzgebiete auf dem Eselskopf zwischen Oppenau-Lierbach und Ottenhöfen sowie auf dem Kutschenkopf bei Lautenbach entstehen keine Windenergieanlagen. Nach einem umfangreichen Prüfungsverfahren, das die Anhörung mehrerer Fachbehörden und aller betroffenen Gemeinden einschloss, hat das Landratsamt Ortenaukreis den Antrag der EnBW auf Befreiung von den Landschaftsschutzgebietsverordnungen „Lierbachtal und Kniebisstraße“ sowie „Oberes Achertal“ abgelehnt. Diese wäre Voraussetzung für den Bau von drei der insgesamt vier geplanten Anlagen gewesen.

Wesentlicher Grund für die Entscheidung ist die besondere Schutzwürdigkeit der beiden betroffenen Landschaftsschutzgebiete. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien habe gegenüber diesem ausgeprägten Schutzanspruch der betreffenden Gebiete zurückzutreten, so die Begründung des Amts für Umweltschutz im Landratsamt. „Die geplanten Anlagenstandorte befinden sich in einer unbelasteten, charakteristischen und attraktiven Schwarzwaldlandschaft. Die Einzigartigkeit der großräumigen und zusammenhängenden Unversehrtheit dieser Naturlandschaft konnte seit vielen Jahrzehnten vor technischen Einrichtungen bewahrt werden. Die Windenergieanlagen würden aufgrund der entstehenden Sichtbeziehungen innerhalb dieses hochwertigen Landschaftsschutzgebietes störend in Erscheinung treten und das Gebiet technisch überprägen“, so Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises und als Dezernent für den Umweltschutz verantwortlich.

Auch wenn dieses Projekt im Bereich der Landschaftsschutzgebiete nicht realisiert werden kann, stünden im Ortenaukreis ausreichend Flächen für Windenergieanlagen außerhalb von Landschaftsschutzgebieten zur Verfügung, erläutert Stoermer weiter. Seit der Einleitung der Energiewende 2011 wurden im Ortenaukreis bereits 20 neue Windenergieanlagen genehmigt und gebaut. Das entspricht einer Ausbauleistung von 60 Megawatt. Weitere acht Anlagen befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren und für weitere 13 Anlagen liegen bereits Voranfragen vor. Damit ist der Ortenaukreis Vorreiter in Sachen Windenergie. Er war der erste Landkreis, der noch vor der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) denkbare Standorte ermittelt hat, an denen Windkraftanlagen wirtschaftlich sinnvoll sind und zugleich keine größeren rechtlichen Hürden bestehen.

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