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Der Ortenaukreis setzt den vom Kreistag vergangenen Dezember verabschiedeten straffen Handlungsplan für ein kreisweites Hochgeschwindigkeitsnetz in die Tat um. Am 12. Januar wurde der Masterplan für das glasfaserbasierte Backbone-Netz präsentiert, der neben technischen Planungen für das gesamte Kreisgebiet auch Möglichkeiten interkommunaler und kreisübergreifender Kooperationsmöglichkeiten beinhaltet. Gestern wählten Vertreter der Kommunen und des Landratsamts in der „Lenkungsgruppe Breitband“ das externe Planungsbüro Geo Data GmbH aus, das die fachlich-technische Umsetzung koordinieren soll.

Gleichzeitig informierte Landrat Frank Scherer, dass er für die weitere Begleitung des Prozesses die „Stabsstelle Breitband“ gegründet hat, die ihm direkt zugeordnet ist. Elemente dieser Stabsstelle sind das Fachbüro sowie die Lenkungsgruppe. Geleitet wird sie von Dr. Diana Kohlmann, stellvertretende Dezernentin für den ländlichen Raum beim Landratsamt und bisherige Projektleiterin der Breitband-Initiative. „Ich möchte, dass der Ausbau unserer Medieninfrastruktur zügig vorangeht“, sagt Scherer. „Bis Ende 2020 soll die Ortenau im Wesentlichen mit einer Breitband-Internet-Versorgung ausgerüstet sein.“

Kleinere Gemeinden sind im Ortenaukreis noch immer von einem schnellen Internet abgeschnitten. „Dabei ist eine High-Speed-Internetanbindung heute ein Grundbedürfnis unserer Bevölkerung und zählt zur notwendigen Grundversorgung. High-Speed-Internet ist ein entscheidender Standortfaktor im digitalen Zeitalter. Für unsere Wirtschaftsunternehmen und Kommunen ist ein Breitbandanschluss längst genauso wichtig wie eine angemessene Verkehrsanbindung. Deswegen darf gerade der ländliche Raum beim Hochgeschwindigkeits-Internetzugang nicht abgehängt werden“, betont Scherer.

Der Ortenaukreis strebt Breitband für alle bis Ende 2020 an. Die Vergabe der ersten Bauarbeiten und der Baubeginn der Backbone-Segmente sollen bis September 2017 erfolgen. „Bis dahin haben wir eine Menge zu tun“, erklärt Diana Kohlmann, „dabei werden uns die Profis von Geo Data fachlich unterstützen. Sie sind zudem Moderator und Ansprechpartner für alle Belange der Ortenauer Kommunen und unterstützen beispielsweise bei Förderanträgen, bereiten planerische Grundlagen auf, erstellen eine Marktanalyse, prüfen die Wirtschaftlichkeit und führen Gespräche mit potenziellen Netzbetreibern“, so Kohlmann.

Als nächster Schritt stehen Beratungen und Entscheidungen im Rahmen der Finanzierungplanung in Bezug auf die verschiedenen Fördermodelle des Landes Baden-Württembergs und des Bundes an. „Der Zeitpunkt für den Breitbandausbau im Hinblick auf die Fördermöglichkeiten war noch nie günstiger als jetzt, im besten Fall können wir mit einer Förderung von über 90 Prozent rechnen“ sagt Kohlmann.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik, der vergangenen September als Sofortmaßnahme bereits Gelder in Höhe von insgesamt 250.000 Euro für die Verlegung von Leerrohren bei Straßenbaumaßnahmen und für das Fachbüro bereitstellte, wird sich in seiner nächsten Sitzung mit den weiteren Schritten befassen.

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