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Jugendhilfeplaner Hans-Jürgen Lutz vom Landratsamt Ortenaukreis (2.v.l.) diskutiert mit Karina Langeneckert (links), Abteilungsleiterin des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales der Stadt Offenburg

Über 160 Vertreter aus Gemeinden, Leitungs- und Fachkräfte der Jugendhilfe und Schule trafen sich kürzlich im Landratsamt Ortenaukreis zum Forum „Kooperation Jugendhilfe und Schule“. Eingeladen hatte das Ortenauer Bündnis für Familien. In sieben moderierten Austauschforen zu unterschiedlichen Handlungsfeldern, wie die Kooperation Kita–Schule, der Schülerbetreuung und Ganztagsschule, der sozialen Gruppenarbeit, offene Jugendarbeit oder zum Thema Kinderschutz tauschten sich die Teilnehmer mit Beiträgen aus der Praxis aus.

„Durch diese Vernetzung der Akteure soll eine bessere Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule geschaffen werden“, sagte Sozialdezernent Georg Benz. „Grundlage gelingender Kooperation ist immer die gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz und ich freue mich, dass bei uns die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule gelebt wird“, so Benz.

Bereits seit 2008 findet im Ortenaukreis die Kooperation Kommunaler Sozialer Dienst und Schule statt. Bisher richten sich die Vereinbarungen an Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen. 2015 folgte im Rahmen eines Begleitprojekts des Kommunalverbandes Baden-Württemberg zur schulbezogenen Jugendhilfeplanung eine Onlineumfrage, um die Zusammenarbeit des Kommunalen Sozialen Dienstes und der Schulen zu evaluieren. Jugendhilfeplaner Hans-Jürgen Lutz vom Landratsamt Ortenaukreis informierte über die Ergebnisse. „Die Zusammenarbeit hat sich durch die Kooperationsvereinbarung spürbar verbessert, insbesondere die Themen Schulverweigerung und Kindeswohlgefährdung stehen im Zentrum der fallbezogenen Kooperationen zwischen dem Kommunalen Sozialen Dienst und den Schulen. Schulsozialarbeit wird von allen Teilnehmern als sehr wichtig erachtet“, so Lutz.

Schulsozialarbeit ist ein präventives Angebot der Jugendhilfe, das Schulen in ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag unterstützt. Ein Zielkatalog für die Rahmenkonzeption „Schulsozialarbeit und Standortkonzepte“ ist 2015 ist von Trägern, Fachkräften, Staatlichem Schulamt und Schulvertretern unter der Federführung des Jugendamtes Ortenaukreis entwickelt worden. An 58 Schulen im Ortenaukreis werden derzeit rund 42 Stellen gefördert.

Aktuell stelle das Land Baden-Württemberg für die Kooperation Kindergarten und Schule nur 1,5 Zeitstunden für jeweils eine Schule zur Verfügung, teilte Lutz mit. Bei mehrklassigen Schulen reiche das nicht aus, betonten die Teilnehmer übereinstimmend und forderten bessere Rahmenbedingungen.

Schulamtsdirektorin Gabriele Weinrich vom Staatlichen Schulamt Offenburg empfahl, die Potenziale und das Engagement der pädagogischen Fachkräfte für die Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben zu nutzen und ein Kultur der Anerkennung der unterschiedlichen Professionen zu etablieren. Es gehe darum, so Weinrich, für die eigene Zuständigkeit in klar geregelten Kooperationsbeziehungen umfänglich Verantwortung zu übernehmen, und zum Nutzen der Kinder und Jugendlichen Leistungen aus einer Hand anzubieten. „Neben der grundlegenden Verantwortung der Eltern tragen Jugendhilfe und Schule gemeinsam die öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen der jungen Generation“, so Weinrich. Deswegen sei ein partnerschaftliches Verhältnis von Schule und Jugendhilfe wichtig und zielführend.

Kooperation gehe nicht nebenher, sondern brauche Zeit, resümierte Jugendamtsleiter Heiko Faller, der sich bei allen Akteuren bedankte, die die Foren mitgestalteten. „Wir haben eine große Vielfalt von Kooperation erlebt, wie Schule und Jugendhilfe sich auf den Weg gemacht haben“, so Faller.

Eine Dokumentation der Foren ist auf der Homepage des Ortenauer Bündnisses für Februar 2016 geplant.

www.ortenauer-buendnis-fuer-familien.de.
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