Sprungziele
Hauptmenü
Inhalt

Über Grenzen hinweg denken

Grenzüberschreitende Informationsveranstaltung bringt Entscheidungsträger und Einrichtungen am Oberrhein zusammen

Wie funktioniert grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein konkret? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung des Ortenaukreises am Mittwochnachmittag in Kehl. In der Villa Rehfus tauschten sich auf Initiative von Landrat Thorsten Erny Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung direkt mit den Leitungen grenzüberschreitender Einrichtungen aus, um Strukturen, Angebote und aktuelle Herausforderungen aus erster Hand kennenzulernen.
„Am Oberrhein ist Europa gelebter Alltag – aber Zusammenarbeit über Grenzen entsteht nicht von selbst. Genau deshalb ist dieser Austausch so wichtig: Wir lernen die Ansprechpartner kennen, klären Wege und schaffen Vertrauen, damit wir Herausforderungen gemeinsam lösen können, wenn es darauf ankommt“, betonte Landrat Erny.

Die Veranstaltung ist Teil einer Informationsreihe des Ortenaukreises zu grenzüberschreitenden Themen. Bereits im Frühjahr 2025 hatte eine Schulung zum politisch-administrativen System Frankreichs im Vergleich zu Deutschland großen Zuspruch erhalten und den Wunsch nach weiterem praxisnahem Austausch deutlich gemacht.

Am Mittwochnachmittag stellten sich zunächst der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau, die INFOBEST Kehl/Strasbourg, das Euro-Institut sowie das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz vor. Sie zeigten, welche Aufgaben sie übernehmen, welche Projekte sie begleiten – und welchen konkreten Nutzen ihre Arbeit für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Institutionen in der Grenzregion hat.

Im zweiten Teil erkundeten die Teilnehmenden gemeinsam mit Hochschulprofessor Michael Frey (Hochschule Kehl) bei einem „Borderwalk“ die Grenzregion. Dabei ging es um sichtbare und unsichtbare Grenzlinien – und um die Frage, wie sich der gemeinsame Lebens- und Arbeitsraum Oberrhein im Alltag tatsächlich anfühlt.

Mit der Informationsveranstaltung setzt der Ortenaukreis den Austausch fort, stärkt die Vernetzung der Akteure und macht die grenzüberschreitenden Strukturen vor Ort greifbar.

13.05.2026