Weltwassertag: Schutz von Flüssen und Grundwasser bleibt zentrale Aufgabe
Flüsse, Bäche und Grundwasser sind lebenswichtige Ressourcen für Mensch und Natur. Anlässlich des Weltwassertags am 22. März wird die Bedeutung ihres Schutzes besonders hervorgehoben. Er sichert die Trinkwasserversorgung, erhält Lebensräume und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Umwelt gegenüber dem Klimawandel.
Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bildet seit dem Jahr 2000 eine zentrale Grundlage für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung unserer Gewässer. Ziel der Richtlinie ist es, einen guten ökologischen und chemischen Zustand für alle zu erreichen.
Ein Teil der Gewässer im Ortenaukreis hat den angestrebten guten ökologischen Zustand bislang noch nicht vollständig erreicht. Hierzu tragen verschiedene Faktoren bei, darunter Nährstoffeinträge, frühere Ausbaumaßnahmen sowie Wanderungshindernisse, die sich auf die Strukturen und Lebensräume auswirken können. Zur weiteren Entwicklung sind schrittweise Maßnahmen vorgesehen.
Maßnahmenumsetzung
Für die Gewässer im Ortenaukreis sind unter anderem die Wiederherstellung der Durchgängigkeit an Querbauwerken sowie Vorhaben zur ökologischen Aufwertung von Gewässern und ihren Uferbereichen geplant. Darüber hinaus sind zur Verbesserung der Wasserqualität auch Ansätze im Bereich der Abwasserbehandlung vorgesehen.
Durchgängigkeitsmaßnahmen wie Fischtreppen, raue Rampen oder Umgehungsgerinne ermöglichen es Fischen und anderen Wasserorganismen, Querbauwerke wieder zu überwinden und ihre natürlichen Wanderwege im Gewässer zu nutzen. Gewässerstrukturmaßnahmen schaffen naturnahe Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen.
Der Klimawandel verändert die Rahmenbedingungen für den Gewässerschutz erheblich, da steigende Temperaturen und häufigere Trockenperioden die Zielerreichung erschweren. Uferbepflanzungen und natürliche Beschattung sind daher besonders wichtige Ansätze, um unsere Gewässer im Sommer kühl zu halten und die Artenvielfalt zu erhalten.
„Auch wenn bereits viele Maßnahmen umgesetzt wurden, liegt im Ortenaukreis wie auch landesweit noch ein weiter Weg vor uns, bis die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie vollständig erreicht sind. Deshalb sind weitere Anstrengungen für den Gewässerschutz unerlässlich“, so Jürgen Mair, Leiter des Amts für Wasserwirtschaft und Bodenschutz des Ortenaukreises.
Hintergrund:
Seit 2009 werden hierzu im sechsjährigen Turnus Bewirtschaftungspläne gemäß der Wasserrahmenrichtlinie aufgestellt und veröffentlicht. Diese legen den Zustand der Gewässer, die Umweltziele sowie die umzusetzenden Maßnahmen fest. Weitere Informationen finden Sie unter:
https://um.baden-wuerttemberg.de