Landtagswahl: Vorbereitungen im Landratsamt weitgehend abgeschlossen
Am 8. März findet die Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg statt. Das Landratsamt Ortenaukreis ist für die Wahlkreise Lahr (50), Offenburg (51) und Kehl (52) zuständig; die umfangreichen Vorbereitungen für den Wahltag sind weitgehend abgeschlossen, wie Georg Schrempp, Leiter des Kommunal- und Rechnungsprüfungsamts des Kreises, informiert. „Wir sind für den Wahltag gut gerüstet“.
Nach dem Beschluss des Kreiswahlausschusses vom 9. Januar 2026, mit dem 23 Bewerberinnen und Bewerber sowie 20 Ersatzbewerberinnen und Ersatzbewerber zugelassen wurden, hat das Landratsamt die Stimmzettel drucken lassen und Ende Januar an die 51 Städte und Gemeinden der drei Wahlkreise verteilt. Im Ortenaukreis gibt es 309 Urnenwahlbezirke und 132 Briefwahlbezirke. Mehr als 320.000 Wahlberechtigte sind zur Wahl aufgerufen; für die Durchführung sind über 2.500 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich im Einsatz.
Stimmzettel
Der Stimmzettel hat oben rechts eine bewusst abgeschnittene Ecke. „Das ist keine Beschädigung, sondern eine Hilfe für Menschen mit Sehbehinderung, damit sie den Stimmzettel ohne fremde Unterstützung in eine Blindenschablone einlegen können. Damit ist gewährleistet, dass auch Menschen mit Sehbehinderung vollkommen selbstständig ihr Wahlrecht ausüben können“, erklärt Schrempp.
Alle Wahlberechtigten haben zwei Stimmen
Neu ist außerdem das Abstimmen mit zwei Stimmen. Es gibt eine Erststimme für die Wahl einer Wahlkreisbewerberin oder eines Wahlkreisbewerbers auf der linken, schwarz gedruckten Hälfte des Stimmzettels und eine Zweitstimme für die Landesliste einer Partei auf der rechten, blau gedruckten Hälfte. „Pro Hälfte darf jeweils nur ein Vorschlag markiert werden. Mehrere Kreuze führen dazu, dass die jeweilige Stimme ungültig wird. Erst- und Zweitstimme können auch unterschiedlichen Parteien gegeben werden. Wer nur eine Stimme abgibt, lässt die andere Stimme ungenutzt“, so Schrempp.
Ermittlung des Wahlkreisergebnisses
Am Wahlabend laufen die Ergebnisse im Landratsamt Ortenaukreis zusammen. Die Städte und Gemeinden melden nach der Auszählung ihre Zahlen; erste Ergebnisse werden nach bisherigen Erfahrungen etwa gegen 19 Uhr erwartet, bis alle Meldungen vorliegen, kann es bis etwa 21 Uhr dauern. „Erst danach kann das vorläufige amtliche Endergebnis für den Wahlkreis festgestellt werden“, erklärt der Kommunalamtsleiter. Liegt das vorläufige Endergebnis für den Wahlkreis vor, übermittelt die Kreiswahlleiterin Ulrike Karl die Zahlen an die Landeswahlleiterin in Stuttgart. Dort wird das Gesamtergebnis für das gesamte Bundesland ermittelt.
Wahl-Service des Landratsamts
Wer schnelle Zwischenergebnisse aus den Wahlkreisen verfolgen möchte, findet sie am Abend auf der Internetseite des Ortenaukreises (www.ortenaukreis.de); die eingehenden Meldungen werden dort fortlaufend veröffentlicht.
Wahlforschung
In drei Urnenwahlbezirken der Stadt Lahr, sowie in jeweils einem Urnenwahlbezirk der Städte Achern und Rheinau, sowie der Gemeinde Mühlenbach und Schwanau, wird das Statistische Landesamt gesonderte Auswertungen der Wählerstimmen vornehmen. Alle Urnenwählerinnen und -wähler in diesen Bezirken erhalten einen Stimmzettel mit einem gesonderten Aufdruck. Dieser gibt Auskunft über Geschlecht und Altersgruppe der Wählerin oder des Wählers. Die Stimmzettel in diesen Wahlbezirken werden am Wahlabend wie in jedem anderen Wahlbezirk ausgezählt. Sie gehen erst später an das Statistische Landessamt und werden dort nochmals zu statistischen Zwecken ausgewertet.
Wahlprüfung
„Bereits am Tag nach der Wahl beginnt im Ortenaukreis die Wahlprüfung“, informiert Schrempp. Vierzehn Mitarbeitende des Landratsamtes prüfen dann, ob die Entscheidungen von den einzelnen Wahlvorständen korrekt getroffen wurden. „Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, kann der Kreiswahlausschuss in seiner Sitzung am 13. März 2026 das amtliche Wahlergebnis für den Wahlkreis endgültig feststellen“, so der Kommunalamtsleiter.