Wegebauprojekt startet in Hornberg
Im Hornberger Stadtwald werden mithilfe neuer Maschinenwege bisher ungenutzte Waldflächen erschlossen
Nach längerer Planung und Vorbereitung ist im Dezember 2025 das Wegebauprojekt „Steuerwand“ angelaufen. Neben dem primären Ziel, bislang unbewirtschaftete Waldflächen forstlich zu erschließen, schafft es für die Waldbewirtschaftung ein deutliches Plus an Arbeitssicherheit und erleichtert die Arbeit in diesen sehr steilen Lagen des Hornberger Stadtwalds. Außerdem sorgt die Erschließung dieses stadtnahen Bereichs für mehr Sicherheit bei möglichen Waldbränden.
Die Arbeiten sind in zwei Phasen unterteilt. Los eins beinhaltet die Verlängerung des unteren Steuerwandwegs, um ihn für Lkw befahrbar zu machen. Außerdem wird am unteren Steuerwandweg ein neuer Maschinenweg gebaut, damit auch in diesem Bereich eine pflegliche Bewirtschaftung möglich ist. Aktuell wird im Rahmen von Los zwei der Ausbau des Mittleren Steuerwandwegs in Angriff genommen. Den Zuschlag für beide Aufträge erhielt das örtliche Forstunternehmen Klaus Dold. „Die Umsetzung der Planung durch das beauftragte Unternehmen laufen mit großem Augenmaß und absolut professionell“, stellt Revierleiter Martin Flach zufrieden fest. Alle Arbeiten sollen spätestens im Mai abgeschlossen sein.
Die Entscheidungsfindung über die Baumaßnahmen erforderte im Vorfeld kommunalpolitisch viel Überzeugungsarbeit. Forstrevierleiter Martin Flach betont, dass in diesem schwierigen Gelände intensiv mögliche alternative Trassen geprüft worden seien. Im Rahmen eines offenen Dialogs, in dem alle betroffenen Interessensgruppen Gehör fanden, konnte dann ein guter Kompromiss erzielt werden. Nach intensiven Gesprächen aller Beteiligten – Schwarzwaldverein, Naturfreunde, Forstverwaltung– stimmte der Hornberger Stadtrat der Maßnahme mit einer Gegenstimme zu. Der Sorge um den Verlust einzelner beliebter Wanderwege begegnete der Hornberger Bürgermeister Marc Winzer (parteilos) mit der Aussicht auf adäquaten Ersatz, der allerdings Zeit brauche. Auch der Bau einer neuen Hütte sei geplant.
Mario Herz, Leiter des Forstbezirks Wolfach, konstatiert zusammenfassend: „Uns ist bewusst, dass die Baumaßnahme im Augenblick erst einmal „heftig“ aussieht. Die Wegeböschungen werden sich im kommenden Frühjahr aber schnell begrünen. Vor allem aber werden die neuen Wege der Gemeinde künftig die Bewirtschaftung dieses schwierigen Hangs erheblich erleichtern. Und auch für Erholungssuchende wird es künftig im Bereich der Steuerwand ein attraktives Wanderwegenetz geben.“