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Datum: 25.09.2026

Richtfest für neue Integrierte Leitstelle Ortenau: 27 Millionen Euro für die Sicherheit

Neubau in Gengenbach nimmt Gestalt an – Leitstelle soll im Sommer 2028 in Betrieb gehen

Rund eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich hat der Ortenaukreis am Donnerstag Richtfest für die neue Integrierte Leitstelle Ortenau und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz in Gengenbach gefeiert. Auf dem dortigen Gesundheitscampus entsteht für rund 27 Millionen Euro die künftige zentrale Schaltstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Ortenaukreis.

„Die Sicherheit der Menschen gehört zu unseren elementaren Aufgaben. Wer in einer Notlage die 112 wählt, muss sich darauf verlassen können, dass Hilfe schnell, verlässlich und gut koordiniert ankommt“, sagte Landrat Thorsten Erny bei seiner Ansprache. „Mit 27 Millionen Euro investieren wir in eine Infrastruktur, die im Ernstfall funktionieren muss. Die neue Leitstelle wird das Herzstück für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und schafft die Voraussetzungen dafür, dass wir auch in den kommenden Jahrzehnten handlungsfähig bleiben.“

In der neuen Integrierten Leitstelle werden künftig rund um die Uhr jährlich etwa 200.000 Anrufe entgegengenommen und die Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen koordiniert. Der bisherige Standort in Offenburg ist angesichts steigender Einsatzzahlen und wachsender technischer Anforderungen räumlich und technisch an seinen Grenzen.

In Gengenbach werden die Leitstelle und das bisher räumlich getrennte Amt für Brand- und Katastrophenschutz des Ortenaukreises dann unter einem Dach arbeiten. Auch für den Führungsstab des Ortenaukreises entstehen dauerhaft ausgestattete Arbeitsplätze. Bei größeren Schadenslagen, Krisen oder Katastrophen können damit die beteiligten Stellen unmittelbar zusammenarbeiten und Entscheidungen schneller abgestimmt werden.

Auf dem 2.087 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein Neubau mit vier Vollgeschossen und einem Untergeschoss sowie rund 3.041 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Das Gebäude wird barrierefrei nach DIN 18040 geplant und soll den Effizienzhaus-40-Standard erfüllen. Neben moderner Technik entstehen auch zeitgemäße Arbeits- und Rückzugsräume für die Beschäftigten, die in der Leitstelle rund um die Uhr im Einsatz sind.

Mit dem Richtfest ist der Rohbau weitgehend abgeschlossen. In den kommenden Monaten folgen Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern sowie der Innen- und Technikausbau. Bis Ende 2027 soll das Gebäude so weit fertiggestellt sein, dass das Amt für Brand- und Katastrophenschutz einziehen kann. Anschließend wird die eigentliche Leitstellentechnik eingebaut und in einem umfangreichen Probebetrieb getestet. Nach aktuellem Zeitplan soll die neue Leitstelle Ende Juli 2028 ihren Betrieb aufnehmen.

Erny dankte den Handwerkerinnen und Handwerkern, Planungsbüros und beteiligten Unternehmen sowie dem Gebäudemanagement des Ortenaukreises. Sein Dank galt zudem dem langjährigen Kooperationspartner DRK Rettungsdienst Ortenau, den Feuerwehren und den Organisationen des Katastrophenschutzes sowie den politischen Gremien des Ortenaukreises und der Stadt Gengenbach.

„Ein Gebäude allein schafft noch keine Sicherheit“, betonte Erny. „Entscheidend sind die Menschen, die darin auch in schwierigen Situationen ruhig bleiben, die richtigen Entscheidungen treffen und dafür sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ihnen schaffen wir mit diesem Neubau die Bedingungen, die ihrer verantwortungsvollen Arbeit gerecht werden.“

Den traditionellen Richtspruch sprach das für den Rohbau verantwortliche Bau-Unternehmen Moser.