Richtfest für die neue Straßenmeisterei in Haslach
Rund 90 Prozent der beteiligten Firmen kommen aus dem Ortenaukreis
Knapp ein Jahr nach dem Startschuss für den Neubau der Straßenmeisterei in Haslach wurde gestern, Donnerstag, das Richtfest gefeiert. Landrat Thorsten Erny begrüßte auf der Baustelle in der Schleifmattstraße unter anderem Bürgermeister Armin Hansmann, Mitglieder des Kreistags, die Architekten sowie Vertreter der beteiligten Handwerksfirmen. Den traditionellen Richtspruch sprach die Zimmerei Hansmann aus Steinach.
„Ein Richtfest markiert immer einen besonderen Moment auf einer Baustelle: Man sieht, was entstanden ist. Aus Plänen, Zeichnungen und Ideen wird ein echtes Gebäude. Deshalb ist heute ein besonderer Tag für die Straßenmeisterei in Haslach“, sagte Landrat Erny.
Die Rahmenbedingungen des Projekts waren anspruchsvoll: Salz- und Fahrzeughalle mussten über den Winter in Betrieb bleiben und konnten erst im April zurückgebaut werden, die beengten Platzverhältnisse stellten alle Beteiligten vor organisatorische Herausforderungen, und die Beschäftigten der Straßenmeisterei organisieren ihren Betrieb während der Bauzeit von Hausach aus. Umso bemerkenswerter sei es, so der Landrat, dass die Arbeiten bislang so erfolgreich verlaufen sind. Sein besonderer Dank galt der Rohbaufirma Hansmann aus Haslach, die den Rohbau termingerecht und in hervorragender Qualität erstellt hat, sowie der Zimmerei Hansmann aus Steinach.
Das neue Verwaltungsgebäude wird vollständig in Holzbauweise errichtet, die Fahrzeughalle mit den Werkstätten entsteht in Hybridbauweise. Auf rund 3.550 Quadratmetern Nutzfläche werden alle wesentlichen Funktionen kompakt unter einem Dach zusammengeführt. Das sorgt für kurze Wege und effiziente Arbeitsabläufe. Moderne Sanitär- und Umkleideräume sowie ein Trockenraum schaffen zeitgemäße, gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten; die geschützte Unterbringung von Fahrzeugen und Anbaugeräten verlängert deren Nutzungsdauer. Die moderne Architektur mit ihrer nachhaltigen Holzfassade fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.
„Besonders stolz macht mich, dass rund 90 Prozent der beteiligten Firmen aus dem Ortenaukreis kommen. Das zeigt, welche Leistungsfähigkeit unser regionales Handwerk besitzt. Die Wertschöpfung bleibt in der Region, die Wege sind kurz und die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend“, betonte Erny.
Der Landrat würdigte zugleich die Arbeit der Straßenmeisterei als unverzichtbaren Bestandteil der öffentlichen Infrastruktur: An 365 Tagen im Jahr sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass die Straßen sicher befahrbar bleiben – im Winterdienst oft in den frühen Morgenstunden oder nachts, bei der Beseitigung von Sturmschäden, der Sicherung von Unfallstellen, der Grünpflege und der Wartung von Verkehrszeichen. Gerade in einer ländlich geprägten Region wie dem Kinzigtal seien gut funktionierende Verkehrswege von besonderer Bedeutung.
Die Zimmererarbeiten dauern noch bis Ende September an, parallel läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Eine wichtige Etappe ist die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts mit dem Außenbereich und dem Salzsilo bis zum 1. Oktober: Ab diesem Zeitpunkt muss die Straßenmeisterei ihre Fahrzeuge am neuen Standort für den Winterdienst mit Salz und Sole beladen können. Verläuft alles weiterhin planmäßig, kann das Gebäude im ersten Quartal 2027 fertiggestellt und offiziell an die Beschäftigten übergeben werden.