Neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit MCAS in Offenburg
Austausch, gegenseitige Unterstützung und Verständnis für eine wenig bekannte Erkrankung
In Offenburg soll eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen, die vom Mastzell-Aktivierungssyndrom (MCAS) betroffen sind, entstehen. Initiatorin der Gruppe ist Tina Kiefer, die selbst mit der Erkrankung lebt. „Das Mastzell-Aktivierungssyndrom ist eine Erkrankung, bei der Mastzellen im Körper übermäßig viele Botenstoffe, darunter Histamin, freisetzen“, erklärt sie. „Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein und reichen beispielsweise von Hautreaktionen, Herzrasen und Erschöpfung bis hin zu zahlreichen Unverträglichkeiten.“ Für Betroffene ist die Erkrankung häufig besonders belastend, da die Beschwerden für Außenstehende oft nicht sichtbar sind und die Erkrankung noch vergleichsweise wenig bekannt ist.
Die neue Selbsthilfegruppe soll Menschen mit MCAS die Möglichkeit geben, sich persönlich auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und gegenseitige Unterstützung zu erfahren. Geplant sind Treffen in einem geschützten und bewusst reizarmen Rahmen, damit sich auch Menschen mit ausgeprägter Empfindlichkeit möglichst wohlfühlen können.
„Niemand muss diesen Weg allein gehen. In der Begegnung von Mensch zu Mensch entsteht ein Halt, den kein Ratgeber der Welt geben kann“, sagt Gründerin Tina Kiefer. Die Selbsthilfegruppe verstehe sich als Ergänzung zu ärztlicher und therapeutischer Behandlung und biete Raum für persönliche Erfahrungen, Fragen und gegenseitige Unterstützung.
Weitere Informationen zur Gruppe sowie zu den Treffen erhalten Interessierte bei der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen unter Telefon 0781 805 9771 oder per E-Mail an selbsthilfe@ortenaukreis.de.