Mit allen Sinnen durch den Sommerwald: Amt für Waldwirtschaft begeistert Kinder für den Lebensraum Wald
Wie fühlt sich der Waldboden unter nackten Füßen an? Welche Spuren hinterlassen Tiere im Wald? Und was braucht ein Baum eigentlich zum Leben? Diesen Fragen gingen 22 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren bei einer Walderlebnistour rund um Welschensteinach nach.
Im Rahmen des Sommerspaßprogramms der Gemeinde Steinach gestalteten Waldpädagoge Stephan Bruder und Försterin Rebecca Belle vom Amt für Waldwirtschaft des Landratsamts Ortenaukreis am Freitag, 7. August 2026, einen erlebnisreichen Nachmittag im Wald. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Welschensteinach, statt.
Unter dem Motto „Ich wandere im Sommerwald und nehme den Sommerwald mit allen Sinnen wahr“ startete die Gruppe an der Tannenwaldhütte. Auf ihrem Weg lernten die Kinder den Wald aus unterschiedlichen Perspektiven kennen: Sie suchten nach Tierspuren, erkundeten Pflanzen mit verschiedenen Sinnen, liefen barfuß über Moos und erfuhren die Unterschiede zwischen Hitze, Schatten und der Kühle des Waldbodens. Aus selbst gesammeltem Holz schnitzten sie außerdem eigene Wanderstöcke.
Welche Rolle Wasser für das Ökosystem Wald spielt, machte Stephan Bruder zum Abschluss anschaulich: „Ein Waldbaum benötigt in einem Sommermonat rund 25 Kubikmeter Wasser. Gleichzeitig sorgt er für Kühlung und schützt durch seinen Schatten die Feuchtigkeit im Boden. Gerade in trockenen Sommern zeigt sich, welche Bedeutung Wasser für den gesamten Lebensraum Wald hat“, so Bruder.
Um den Wasserbedarf eines Baumes anschaulich zu vermitteln, stellten die Kinder die benötigte Wassermenge mithilfe eines großen Seils symbolisch dar. Dabei wurde deutlich, dass Wassermangel nicht nur die Bäume betrifft, sondern Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem Wald hat. Ein Kind brachte diesen Zusammenhang auf den Punkt: „Wenn es nicht regnet, haben nicht nur die Bäume kein Wasser, sondern die Tiere des Waldes, die Pflanzen und wir auch nicht.“
Mit der Walderlebnistour vermittelte das Amt für Waldwirtschaft den Kindern Wissen über Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge. Im Mittelpunkt stand dabei das eigene Entdecken und Erleben – und damit ein unmittelbarer Zugang zum Lebensraum Wald. Nach rund drei Stunden endete die Tour an der Grischthütte, wo der Schwarzwaldverein Getränke und eine kleine Verpflegung für die Kinder bereitstellte.