Land fördert den Anschluss an die öffentliche Kanalisation mit 270.000 Euro
Mit rund 270.000 Euro hat das Land Baden-Württemberg in den Jahren 2024 und 2025 den Anschluss von 29 Anwesen im Ortenaukreis an die öffentliche Kanalisation gefördert. Insgesamt konnten dadurch 126 Einwohnerinnen und Einwohner an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden. Die Maßnahmen tragen dazu bei, die Gewässer im Landkreis besser zu schützen und die Abwasserentsorgung im ländlichen Raum weiter zu verbessern.
Wie das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Ortenaukreis mitteilt, übernahm das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Fördermittel kamen Projekten in fünf Städten und Gemeinden des Landkreises zugute. Die neu angeschlossenen Anwesen befinden sich in Durbach, Sasbach, Lauf, Mühlenbach und Zell am Harmersbach.
Mit dem Förderprogramm unterstützt das Land den Ersatz dezentraler Kleinkläranlagen durch den Anschluss an die öffentliche Kanalisation. „Der Anschluss an die öffentliche Kanalisation ist ein Gewinn für den Gewässerschutz und für die Grundstückseigentümer“, sagt Jürgen Mair, Leiter des Amts für Wasserwirtschaft und Bodenschutz. „Das Abwasser wird in leistungsfähigen kommunalen Kläranlagen deutlich effizienter gereinigt. Zugleich entfallen die regelmäßige Wartung, die Schlammentsorgung und notwendige technische Nachrüstungen der bisherigen Kleinkläranlagen.“
Das bisher über Kleinkläranlagen behandelte Abwasser wird nun über leistungsfähige kommunale Kläranlagen – beispielsweise in Biberach – gereinigt und anschließend in die Kinzig eingeleitet.
Das Landratsamt begleitet gemeinsam mit den beteiligten Städten und Gemeinden die privaten Teilnehmergemeinschaften, die sich in der Regel zur Umsetzung der Maßnahmen bilden. Sie werden sowohl bei der Beantragung der Fördermittel als auch bei der Durchführung der Projekte unterstützt.
In den vergangenen 26 Jahren konnten im Landkreis schon rund 1.800 Anwesen mit Landesmitteln an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Dafür stellte das Land insgesamt rund neun Millionen Euro bereit. Auch künftig wird das Umweltministerium Fördermittel für den Anschluss von Anwesen im ländlichen Raum an die öffentliche Kanalisation zur Verfügung stellen.