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Datum: 09.07.2026

Generationswechsel beim Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg

Neue Doppelspitze übernimmt Geschäftsführung ab 2027

Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim hat die künftige Geschäftsführung gewählt: Ab 2027 übernehmen Jonas Broßmer und Gabriel Schmidl gemeinsam die Leitung des ZAK. Sie folgen auf Geschäftsführer Georg Gibis, der nach mehr als 35 Jahren beim ZAK Anfang kommenden Jahres in den Ruhestand geht. Mit der Doppelspitze stellt der Verband die technische und kaufmännische Führung für die kommenden Jahre neu auf.
Die technische Geschäftsführung übernimmt Jonas Broßmer. Der 35-jährige Familienvater aus Ringsheim ist bereits seit 2010 beim Zweckverband in verschiedenen Funktionen tätig, seit einigen Jahren als Gesamtbetriebsleiter sowie als Projektleiter. Er kennt die Anlagen, die betrieblichen Abläufe und die laufenden Zukunftsprojekte des ZAK aus der langjährigen Praxis.

Für den kaufmännischen Bereich wird Gabriel Schmidl aus Kenzingen zukünftig verantwortlich sein. Der 31-jährige Familienvater war in seinem Berufsleben bei verschiedenen Stationen in der öffentlichen Verwaltung tätig und verfügt über langjährige Erfahrung im kommunalen Finanzwesen und im Steuerrecht. Nach Stationen als stellvertretender Fachbereichsleiter für Finanzen und Allgemeines war er zuletzt Leiter des Rechnungs- und Vermögensamts der Gemeinde Rheinhausen im Breisgau. Als kaufmännischer Geschäftsführer übernimmt er künftig die wirtschaftliche Steuerung des Verbandes, verantwortet die Finanzen, das Personalwesen und die Öffentlichkeitsarbeit.

„Der ZAK ist für die Abfallwirtschaft in unseren beiden Landkreisen von zentraler Bedeutung. Mit Jonas Broßmer und Gabriel Schmidl übernimmt eine junge, fachlich starke Doppelspitze Verantwortung für eine Aufgabe, die technisch anspruchsvoll, wirtschaftlich bedeutend und ökologisch wichtig ist“, sagen Verbandsvorsitzender Landrat Thorsten Erny und der stellvertretende Verbandsvorsitzende Landrat Hanno Hurth. „Unser großer Dank gilt Georg Gibis, der den Zweckverband über Jahrzehnte nachhaltig geprägt und die Entwicklung des Standorts Kahlenberg maßgeblich mitgestaltet hat. Jetzt geht es darum, diese Arbeit verlässlich fortzuführen und den ZAK für die nächsten Schritte gut aufzustellen.“

Der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg in Ringsheim behandelt, verwertet und beseitigt mit seinen rund 130 Beschäftigten die im Ortenaukreis und im Landkreis Emmendingen anfallenden Abfälle. Der Restmüll aus beiden Kreisen wird seit mehr als 20 Jahren in der selbst entwickelten Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage verwertet.

Durch die Abfallbehandlung entstehen jährlich rund 35.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe. Diese wurden bisher in externen Kraftwerken anstelle fossiler Brennstoffe genutzt. Aktuell stellt der ZAK auf dem Kahlenberg eine Anlage zur thermischen Verwertung dieser Ersatzbrennstoffe fertig. Künftig sollen dort rund 24.000 Tonnen dieser Brennstoffe selbst verwertet und in einem weiteren Schritt Rohstoffe zurückgewonnen werden.