51.000 Euro für bessere Chancen
Erstmals zweijährige Landes-Förderung stärkt Angebote für armutsgefährdete Kinder, Jugendliche und Familien
Das Präventionsnetzwerk des Ortenaukreises (PNO) erhält 51.000 Euro vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg für das Projekt „Gegen Kinder- und Jugendarmut und für Gesundheit“. Die Förderung läuft von September 2026 bis August 2028 und umfasst erstmals zwei Jahre. Mit dem Geld will das PNO bewährte Angebote fortführen, Fachkräfte und Ehrenamtliche schulen und Familien den Zugang zu Unterstützung erleichtern.
„Jedes Kind soll unabhängig vom Einkommen seiner Familie gute Chancen auf Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe haben. Die zweijährige Förderung gibt uns die nötige Verlässlichkeit, bewährte Angebote fortzuführen und den Zugang zu Hilfen zu verbessern“, sagt Moritz Schulz, Leiter des Amts für Soziale und Psychologische Dienste im Landratsamt.
Zum Angebot des PNO gehören bereits Projekte rund um das Bildungs- und Teilhabepaket, Elternbildungsangebote sowie Fortbildungen für Kitas und Schulen zu Chancengleichheit und armutssensiblem Handeln. In der neuen Förderphase will das Netzwerk diese Arbeit fortsetzen und weitere Themen der Kinder- und Jugendarmut aufgreifen. Schulungen sollen Fachkräfte und Ehrenamtliche dabei unterstützen, Benachteiligungen zu erkennen und innerhalb ihrer Organisationen mehr Teilhabe zu ermöglichen.
Ein Schwerpunkt liegt auf Scham- und Stigmatisierungserfahrungen. „Sie können das Selbstwertgefühl belasten und dazu führen, dass Unterstützungsangebote seltener genutzt werden“, weiß Amtsleiter Schulz. Das PNO greift diese Zusammenhänge bei Fachveranstaltungen auf. Fachkräfte sollen dadurch sensibler auf die Lebenslagen betroffener Familien eingehen und Zugänge zu Hilfen erleichtern.
Die Arbeit gegen Kinderarmut ist seit 2018 Bestandteil des PNO. Dafür bringt das Netzwerk Partnerinnen und Partner aus Gesundheit, Jugendhilfe, Bildung und Sozialem zusammen.