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Varianten

Zwei Varianten für den Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Riegel werden diskutiert: Der Ausbau der bestehenden Rheintalbahn (Antragstrasse der Bahn) oder der Neubau einer Güterzugtrasse östlich der Autobahn A 5 (Kernforderung 2: Autobahnparallele).

Variante Ausbau Rheintalbahn - Gleis 3 und 4 neben bestehenden Gleisen
Neubau Güterzugtrasse - Gleis 3 und 4 neben der Autobahn

Der Vergleich der Varianten kommt zu keiner eindeutigen Aussage.

Für beide Varianten gilt: Die Anwohner können weitgehend vor dem Lärm geschützt werden. Auch wenn doppelt so viele Güterzüge fahren werden: Für die meisten Menschen kann es durch Lärmschutzmaßnahmen deutlich leiser werden als heute. 

Der Projektbeirat hatte im Juli 2010 die Bahn beauftragt einen Vorschlag auszuarbeiten, in dem dargelegt wird, welche Leistungen erforderlich sind, um eine optimierte Autobahnparallele und eine optimierte Antragstrasse vergleichbar zu machen – vor allem hinsichtlich des Lärmschutzes. Dabei sollten auch innovative Lärmschutzmaßnahmen und die Kosten berücksichtigt werden.

Im Ergebnis war folgender Lärmvergleich anzustellen:

  1. Die Antragstrasse nach dem Maßstab des rechtlich Erforderlichen.
  2. Die Antragstrasse schallschutztechnisch so weit optimiert, dass möglichst weitgehend auf passiven Lärmschutz verzichtet werden kann.
  3. Die Autobahnparallele nach dem Maßstab des rechtlich Erforderlichen.
  4. Die Autobahnparallele schallschutztechnisch so weit optimiert, dass möglichst weitgehend auf passiven Schallschutz verzichtet werden kann.

Der Bereich Riegel sollte separat betrachtet werden. Darüber hinaus erwarteten die Gemeinden der Grafenhausener Erklärung eine Gesamtlärmbetrachtung (Bahn und Autobahn) mit dem Ziel, Lärmsteigerungen zu vermeiden.

Das Rechenergebnis der Bahn füllt Aktenordner (vgl. „Dokumente“). Die Arbeitsgruppe Cluster 3 hat sich auf folgende Kurzfassung verständigt:

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Bewertungsmatrix

 

Neben dieser Matrix wurden auch die weiteren Belange der Kernforderung 2, geordnet nach den jeweiligen Themenfeldern, festgehalten:

Themenfeld

Antragstrasse (AT)

BAB-Parallele

 

 

 

Lärm

 

DB: BAB-Parallele günstiger bzgl. Erfordernis passiver Lärmschutz

 

 

IG BOHR:

  • Lärmsanierung an Bestandsstrecke
  • bereits bei gesetzlichem Schallschutz (SN III) hohe Lärmschutzwirkung

 

 

 

Kosten

DB: für die AT Finanzierung gesichert

DB: weitere (kostenrelevante) Forderungen für den Fall der Realisierung BAB-Parallelen (z.B. dichtere Bündelung, Trassenführung im Bereich Mahlberg, etc.)

 

LRA EM: Finanzierung nur für Schutzniveau I gesichert, nicht für Schutzniveau III (ab 01.01.2015 das gesetzlich Erforderliche), jedenfalls nicht für Lärm-Vollschutz (Schutzniveau VI).

IG BOHR, LRA EM, BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden:

nahezu Lärm-Vollschutz bei Schutzniveau III (gesetzlich), Kostendifferenz zum Vollschutz (Schutzniveau VI) 15 Mio. Euro

 

IG BOHR: Kostendifferenz zwischen gesetzlichem Lärmschutz (Schutzniveau III) und Vollschutz (Schutzniveau VI) 250 Mio. Euro

IG BOHR, LRA EM, BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden:

erhebliches Einsparpotential bei Ertüchtigung der Bestandsstrecke nur auf 230 km/h (ICEs dürfen maximal 230 km/h fahren).

 

 

IG BOHR, LRA EM, BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden:

geringere Kosten bei Anbindung an Tunnel Offenburg

 

 

 

Natur

DB: AT günstiger bzgl. Natura 2000 (Vermeidung erheblicher Eingriff)

DB: Rechtsrisiko nur durch AT oder BAB-Parallele mit Untertunnelung von Vogelschutzgebieten (Kosten + 380 Mio. €) vermeidbar

 

RP Freiburg: Naturschutz kein KO-Kriterium für AT

RP Freiburg: Naturschutz kein KO-Kriterium für BAB-Parallele;

Möglichkeit zur Natura 2000-konformen Zulassung der BAB-Parallelen mit weniger aufwendigen Schadensvermeidungs- bzw. Schadensbegrenzungsmaßnahmen (Fachgespräch mit DB und Naturschutzbehörden)

 

 

 

Klima

DB und IG Bohr: ungünstige Effekte auf Kleinklima (Schallschutzwände)

 

 

 

 

Flächenverbrauch

DB: AT günstiger bzgl. Flächenverbrauch (dauerhaft/vorübergehend)

DB: Flächenmehrverbrauch ca. 97 ha ggü. AT

 

 

IG BOHR: Flächenmehrverbrauch durch Abstands- und Überholgleisoptimierung reduzierbar

 

 

 

Orts- und Stadtbild

LRA EM und BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden: unzumutbare hohe Lärmschutzwände und –galerien, die die Genehmigungsfähigkeit in Frage stellen (analog der Aussage des RP FR zu Offenburg).

 

 

 

 

 

Sicherheit

BI Bahn-an-die-Bahn: Ausschluss von Bahn-Gefahrgutunfällen an der Autobahn

DB: Bahn ist eines der sichersten Transportmittel, weshalb die Gefahr von Gefahrgutunfällen keine Rolle spielt

IG Bohr, LRA EM, BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden:

Ausschluss von Bahn-Gefahrgutunfällen in Ortschaften (Vorsorgeprinzip)

 

 

 

Wirkungen

DB: AT günstiger bzgl.

  • Verlärmung
  • Zerschneidungswirkung
  • Landschaft

DB: kein unmittelbarer Eingriff in Siedlungsstrukturen

LRA EM: BAB-Parallele günstiger bzgl.

  • Verlärmung (kein Güterlärm in Ortschaften, keine Überwerfungsbauwerke ohne Lärmschutz)
  • Zerschneidungswirkung (keine hohen und langen Lärmschutzwände und –galerien innerhalb der Ortschaften)
  • Landschaftsbild (keine Überwerfungsbauwerke)

 

 

IG BOHR, LRA EM, BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden:

  • Entlastung der Gemeinden vom Güterverkehr
  • Schutz der Menschen vor Gefahrgutunfällen (Vorsorge)
  • Schutz der Gebäude vor Erschütterungen
  • Schutz der Menschen vor Sekundärschall
  • Minimierung der Feinstaubbelastung

 

 

 

Bahn-Betrieb / Zukunfts-

tauglichkeit

DB: AT günstiger bzgl.

  • Fahrzeiten, Energieverbrauch, Instandhaltung
  • Baudurchführung
  • Betriebliche Belange Bau-/ Endzustand (Flexibilität)

IG BOHR, LRA EM, BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden:

  • Mehr Kapazität Schienen-Personen-Nahverkehr
  • Höhere Leistungsfähigkeit Güterverkehr (TEN-Korridor)
  • Entmischung von Güter- und Personenverkehr

 

 

IG BOHR: geringere Wartezeiten und Energieverbrauch

 

 

Logistik-Leistungszentrum Lahr

 

 

 

Realisierbarkeit

DB: schnellere Inbetriebnahme möglich

 

 

IG BOHR:

  • Bau unter Betrieb: zusätzliche Belastung durch Nacht-Bauarbeiten und Rottenwarnanlage
  • LKW-Verkehr durch die Ortschaften

IG BOHR:

  • Schnellere Inbetriebnahme der Güterstrecke und damit Entlastung der Kommunen
  • Baustraßenkonzept mit BAB 5

 

IG BOHR, LRA EM, BAB-Parallele befürwortende Städte und Gemeinden: Zweifel an technischer Umsetzbarkeit, keine technische Umsetzbarkeit eines den Maßstäben der KF 3 entsprechenden Lärmschutzniveaus (Schutzniveau VI + ohne K-Sohlen-Bonus)