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Offenburg, 5. Mai 2010 Wenn am Donnerstag, 6. Mai, um 14:15 Uhr die Sirenen aus Straßburg über den Rhein dröhnen, eilen mehr als 100 Einsatzkräfte in den Straßburger Ölhafen, doch lediglich zu einer Übung. Sie proben den Ernstfall für ein sogenanntes Boil over , den größten anzunehmenden Störfall, bei dem schlagartig brennender Treibstoff freigesetzt wird. Zentrum der Übungsszenarios ist das Gelände der Firma SES D2, einer der sechs Betriebe im Straßburger Ölhafen, die der sogenannten Seveso II-Richtlinie unterliegen. Diese EU-Richtlinie regelt die Gefahrenabwehr bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen und schreibt vor, den ständig anzupassenden Gefahrenabwehrplan alle drei Jahre durch eine Übung zu überprüfen. Die Übung findet zwischen 14 und 17 Uhr statt. Der für den Boil over definierte Absperrradius umfasst in Frankreich die Viertel Robertsau und einige Industriestandorte sowie in Deutschland einen Teil des Kehler Rheinhafens. Tatsächlich werden aber nur die Zufahrtsstraßen zum Übungsort im Ölhafen abgesperrt. Sowohl Feuerwehr, Polizei, Rettungs- und Sanitätsdienst, Unternehmen des Ölhafens sowie Personal weiterer staatlicher Dienste sind im Einsatz. Unterstützung erfahren die französischen Einsatzkräfte durch deutsche Feuerwehren aus Kehl, Achern, Lahr und Hausach mit drei Tanklöschfahrzeugen und weiteren Spezialfahrzeugen. Auch das deutsch-französische Feuerlöschboot kommt zum Einsatz. Der Einsatzstab der Präfektur, die Einsatzleitung vor Ort, hat auch deutsche Vertreter der Behörden und Organisationen zur Gefahrenabwehr an den Schadensort eingeladen, damit sie die Strukturen und Verfahren der französischen Stellen besser kennen lernen können.