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Offenburg, 6. Mai 2010 - Die Leistungsübungen der Feuerwehren des Ortenaukreises finden in diesem Jahr in der Hauptstraße in Wolfach vor dem Rathaus statt. Die Wettkämpfe beginnen am kommenden Samstag, 8. Mai, um 6:45 Uhr. Zum ersten Mal zeigt sich die Veranstaltung in einem anderen Ambiente, nämlich nicht im freien Gelände, sondern in einer Innenstadt , sagte Kreisbrandmeister Reinhard Kirr vom Landratsamt Ortenaukreis. Der Ortenaukreis veranstaltet das jährliche Spektakel in Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband. Die Freiwillige Feuerwehr Wolfach übernimmt dieses Jahr im Rahmen ihres 150-jährigen Jubiläums die örtliche Organisation. 44 Gruppen haben sich zum Wettkampf angemeldet, so viele wie noch nie , so der Kreisbrandmeister weiter. Orientiert an der Vielfalt heutiger Schadensereignisse und den aktuellen Dienstvorschriften sollen die Leistungsübungen das Einsatzgeschehen möglichst praxisnah darstellen. Die Teilnehmer können dabei das Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold erwerben. Die Aufgaben entsprechen den Anforderungen, wie sie auch im täglichen Einsatz zu erwarten sind. Dabei sind die Übungen so ausgelegt, dass sie mit den unterschiedlichen Fahrzeugen der einzelnen Feuerwehren absolviert werden können. Für die Leistungsübungen stehen zwei Übungsbahnen (Löschangriff und Technische Hilfeleistung) zur Verfügung, die jede rund 100 Meter lang und 20 Meter breit sind. Gegen 17.30 Uhr werden die Leistungsabzeichen an die erfolgreichen Löschgruppen überreicht. Die Übergabe findet bei schönem Wetter im Freien auf der Hauptstraße vor dem Rathaus statt, bei schlechtem Wetter in der Festhalle Wolfach. An den Leistungsübungen nehmen folgende Feuerwehren teil: Bronze (28 Gruppen) Achern, Abt. Sasbachried 1 und 2 Ettenheim 1 und 2 Friesenheim 1 und 2 Haslach 1 und 2 Lauf 1 und 2 Lautenbach 1 und 2 Lichtenau, Abt. Grauelsbaum (Lkr. Rastatt) Neuried, Abt. Ichenheim 1 und 2 Oberkirch, Abt. Oberkirch 1 und 2 Oberwolfach Offenburg, Abt. Rammersweier Offenburg, Ausrückebereich 4 (Elgersweier/Zunsweier) Oppenau Ortenberg 1 und 2 Ottenhöfen 1 und 2 Seelbach Wolfach, Abt. Wolfach 1 und 2 Silber (sieben Gruppen) Achern, Abt. Fautenbach 1 und 2 Hausach 1 und 2 Kehl, Abt. Bodersweier 1 und 2 Wolfach, Abt. Kinzigtal/Kirnbach Gold (neun Gruppen) Friesenheim Merklingen 1 und 2 (Alb- Donau-Landkreis) Rastatt, Abt. Plittersdorf 1 und 2 (Lkr. Rastatt) Schutterwald Steinach 1 und 2 Wolfach, Abt. Kinzigtal Hintergrundinformation zum Leistungsabzeichen Orientiert an der Vielfalt heutiger Schadensereignisse sollen Leistungsübungen zum Erwerb der Leistungsabzeichen das Einsatzgeschehen möglichst praxisnah darstellen. An die Übenden werden Anforderungen gestellt, wie sie täglich im Einsatz zu erwarten sind. Das Leistungsabzeichen kann in drei Stufen abgelegt und erworben werden. Im einzelnen in - Bronze: Die Gruppe muss zeigen, dass unter Leitung des Gruppenführers ein Löschangriff mit Menschenrettung in angemessener Zeit durchgeführt werden kann. Die Lage soll einen Standardbrand darstellen, wie ihn heute jede Gemeindefeuerwehr sicher und selbstständig beherrschen muss. - Silber: Die Gruppe hat neben dem Löscheinsatz zu zeigen, dass sie einen technischen Hilfeleistungseinsatz, Rettung von Menschen aus Notlagen und Erste Hilfe beherrscht. Eine Steigerung gegenüber Bronze besteht weiterhin durch die Wasserentnahme aus einem offenen Löschteich und dem Vorgehen unter Atemschutz. - Gold: Der Gruppenführer, der Maschinist und die weiteren Gruppenangehörigen müssen neben dem Lösch- und Hilfeleistungseinsatz durch eine schriftliche Prüfung nachweisen, dass sie das notwendige Fachwissen besitzen. Die Leistungsübungen werden auf einem möglichst ebenen Gelände durchgeführt. Es muss mindestens eine Übungsbahn vorhanden sein, die ca. 100 m lang und 20 m breit ist bzw. für den Hilfeleistungseinsatz ca. 100 m lang und 10 m breit. Das Übungsobjekt für die Löscheinsätze wird durch einen Gerüstbock dargestellt. Die Brandstellen werden durch drei verschiedenfarbige, am Übungsgerüst befestigte Fallklappen gekennzeichnet. Die Wasserversorgung erfolgt für die Leistungsübung Bronze aus einem Unter oder Überflurhydrant, für Silber aus einer offenen Löschteich und für Gold wieder aus einem Unterflur- oder Überflurhydrant. Die Ansaughöhe aus dem Löschteichs soll mindestens 0,5 m betragen und nicht größer als drei Meter sein. Das Übungsobjekt für den Hilfeleistungseinsatz wird mit einem Unfall - PKW , einem querliegenden Baumstamm (alternativ einem darunter liegenden Fahrrad ) und durch ein Unfallopfer dargestellt. Die Beurteilung der Gruppe erfolgt jeweils durch eine Schiedsrichterkommission. Dieser gehören mehrere Schiedsrichter an, die jeweils einen Trupp bewerten. Für falsche bzw. unterlassene Handlungen gibt es zwischen 1 und 10 Fehlerpunkte. Ziel aller Übungen ist es nicht, diese in möglichst kurzer Zeit, sondern in einer maximal vorgegebenen Zeit möglichst fehlerfrei durchzuführen. Die Leistungsübung Bronze ist mit Erfolg bestanden, wenn für den Teil Löscheinsatz nicht mehr als 30 Fehlerpunkte vorliegen und das 1. Rohr in 180 Sekunden Wasser hat. Die Leistungsübung Silber ist mit Erfolg bestanden, wenn für den Teil Löscheinsatz nicht mehr als 30 Fehlerpunkte vorliegen und das 1. Rohr in 260 Sekunden Wasser hat. Für den Teil Hilfeleistungseinsatz dürfen nicht mehr als 50 Fehlerpunkte erreicht und die Zeit von 480 Sekunden nicht überschritten werden. Die Leistungsübung Gold ist mit Erfolg bestanden, wenn für den Teil Löscheinsatz nicht mehr als 20 Fehlerpunkte, für den Teil Hilfeleistungseinsatz nicht mehr als 30 Fehlerpunkte erreicht und die Zeiten Löscheinsatz 200 Sekunden und Hilfeleistungseinsatz 480 Sekunden) nicht überschritten werden. Zeitüberschreitungen führen zum sofortigen Abbruch. Im Teil schriftliche Prüfung müssen 75 % der insgesamt möglichen Punktzahl erreicht werden. Das Leistungsabzeichen und das dazugehörige Besitzzeugnis wird in der anschließenden Feierstunde durch Herrn Kreisbrandmeister Reinhard Kirr an die erfolgreichen Gruppenangehörigen ausgehändigt. Die Löschgruppe erhält zusätzlich eine Urkunde.