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Offenburg, 27. Mai 2010 - Im Ortenaukreis sind seit Anfang Mai 29 Fälle von Masernerkrankungen aufgetreten. Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch auffällig viele junge Erwachsene bis ins fünfte Lebensjahrzehnt hinein seien betroffen, teilt das Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis mit. Da Masern sehr ansteckend sind, rechnen wir mit weiteren Übertragungen auf unzureichend geschützte Personen. Wir empfehlen daher allen Bürgerinnen und Bürgern, ihren Impfschutz gegen Masern zu prüfen. Eltern sollten den Masernimpfschutz ihrer Kinder kontrollieren , betont Amtsärztin Dr. Janina Just. Masern gehören zu den Viruserkrankungen, gegen die es keine ursächliche Behandlung gibt. Die Erreger werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Ansteckungsfähigkeit beginnt fünf Tage vor und hält bis vier Tage nach Auftreten des maserntypischen Hautausschlags an. Von der Ansteckung bis zum Erscheinen des Ausschlags vergehen etwa 14 Tage. Die Erkrankung beginnt oft mit hohem Fieber, Husten, Schnupfen und Bindehautentzündung. Nach drei bis vier Tagen tritt unter erneutem Fieberanstieg der für die Krankheit typische fleckige Ausschlag am Kopf und dem gesamten Körper auf. Bei zehn bis 20 Prozent der Erkrankten kommt es zu Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und Gehirnentzündung. Wer einmal an Masern erkrankt war, bleibt lebenslang immun. Nur durch eine zweimalige Impfung lässt sich einer Erkrankung vorbeugen. Die Ständige Impfkommission stuft sie als gut verträglich ein. Sie empfiehlt für alle Kinder eine zweimalige Impfung gegen Ende des ersten und zweiten Lebensjahres. Kinder, die nicht oder nur ein Mal gegen Masern geimpft wurden, sollten jetzt die erste oder zweite Impfung erhalten. Dies gilt für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Für die Masernimpfung besteht keine Altersbegrenzung. Impfen ist in jedem Alter möglich. Erwachsene mit erhöhtem Risiko, wie etwa chronisch Erkrankte oder immungeschwächte Menschen oder empfängliche Personen, die in Einrichtungen der Pädiatrie, der Onkologie, bei der Betreuung von Immundefizienten sowie als Betreuer in Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind, sollten sich impfen lassen. Ungeimpften oder einmal geimpften Personen, die Kontakt mit einem Masern-Erkrankten hatten, wird eine Impfung, vorzugsweise mit MMR-Impfstoff, innerhalb von drei Tagen nach dem Kontakt empfohlen, um eine Erkrankung zu verhindern. Beim Auftreten der oben beschriebenen Symptome rät das Gesundheitsamt dringend, den Hausarzt oder Kinderarzt zu kontaktieren.