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Offenburg, 10. Juni 2010 - Die "Welt Kontinenz Woche" (21.-27. Juni) hat zum Ziel, die Bevölkerung für das "Tabu"-Thema "Inkontinenz" zu sensibilisieren und den Betroffenen Mut zu machen, offener mit ihrem Erkrankung umzugehen. Aus diesem Grunde bieten Dr. Andreas Brandt, Chefarzt der Frauenklinik und Geburtshilfe, und Dr. Reinhard Groh, Oberarzt der Urologie und Kinderurologie am Mittwoch, 23. Juni, von 15 -17 Uhr unter 0781 472-3501 eine Telefonsprechstunde an. Sie beantworten Interessentinnen und Interessenten Fragen rund um das Thema Inkontinenz. In Deutschland leiden zwischen fünf und acht Millionen Frauen an Blasenschwäche. Das ist allerdings weder ein Geschlechts- noch ein Altersproblem, wenngleich Männer seltener betroffen sind. Aus Scham behalten jedoch viele ihr Problem für sich. Zur optimalen Behandlung ist vor allem die exakte Diagnose entscheidend, erklärt Andreas Brandt. "Wie immer aber die Diagnose ausfällt: Alle Inkontinenzformen sind behandelbar." Häufig ist die Inkontinenz kein isoliertes Problem. Für die Behandlung ist es wichtig, vorher genau abzuklären, ob zusätzliche Probleme im Beckenbodenbereich bestehen. Der Beckenboden vereint auf engstem Raum sehr unterschiedliche Organsysteme: Knöcherne Strukturen, Muskeln, Bänder und Sehnen, Nerven und Blutgefäße, der Enddarm, das Genitale und den Blasenausgang. Durch das komplexe Zusammenspiel wirken sich Störungen eines Organs häufig auf die übrigen Strukturen aus. Ein weiterer häufiger Zusammenhang besteht zwischen einer Belastungsinkontinenz und einer Gebärmuttersenkung. In solchen Fällen sollte zunächst die Senkung behandelt werden. Früher war dazu eine aufwändige Operation nötig, die häufig mit Rückfällen verbunden war. Heutzutage werden in einem minimal-invasiven Eingriff die abgesackten Organe durch Netzimplantate abgestützt. Andreas Brandt und Reinhard Groh bedauern, dass Inkontinenz in unserer aufgeklärten Welt weiterhin ein Tabuthema ist und wünschen, "dass wir mit dieser Aktion die Scham und die Hemmungen wenigstens etwas beseitigen können."