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Offenburg, den 10. Juni 2010 - Der Oberrheinrat hat sich einer Initiative des Ortenauer Landrats Frank Scherer angeschlossen und in seiner Plenarsitzung in Landau am vergangenen Montag eine Resolution für die Beibehaltung des sogenannten Anbaustopps für Weinreben beschlossen. Das grenzüberschreitende Gremium am Oberrhein spricht sich damit gegen das Vorhaben der EU-Kommission aus, den Anbaustopp für Weinreben ab 2015 europaweit aufzuheben. Landrat Frank Scherer hatte die Thematik als Mitglied des Oberrheinrates im vergangenen Dezember in das Gremium eingebracht und angeregt, politisch aktiv zu werden. "Ich freue mich sehr, dass sich der Oberrheinrat für die Beibehaltung des Anbaustopps engagiert", kommentierte Scherer den Beschluss. "Das gemeinsame Votum der Oberrheinregion wird in Brüssel Gewicht haben. Auch freue ich mich, dass inzwischen zahlreiche Vertreter aus Politik und Verbänden für die Brisanz der Thematik sensibilisiert sind und das Anliegen unserer Region unterstützen." Scherer hatte sich im Herbst 2009 erstmals in der Presse gegen die Aufhebung des Anbaustopps positioniert und seitdem jede Gelegenheit genutzt, für seine Position zu werben. "Der Oberrheinrat sieht die Aufhebung des Anbaustopps mit großer Sorge", heißt es in der Resolution. Diese würde dazu führen, dass einfach zu bewirtschaftende Lagen in der Ebene zu Rebflächen umgewandelt würden. Die den Oberrhein prägenden weinbaulich genutzten Hang- und Steillagen mit ihrem landschaftlichen Reiz auch als touristisches Markenzeichen gingen verloren. Zudem sei die qualitativ hochwertige Weinproduktion als Zeichen des Oberrheinraums durch die Aufhebung des Anbaustopps bedroht. Das Gremium fordert deshalb in seiner Resolution an die EU-Kommission, den Anbaustopp für Weinreben aufrecht zu erhalten.