Hilfsnavigation

  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Winter in Offenburg.
  • Kulinarische Ortenau.
  • Wir beraten Sie gerne.
Offenburg, 25. Juni 2010 - Wegen schwerwiegender Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen hat das Veterinäramt beim Landratsamt Ortenaukreis gegenüber einem Landwirt aus Oppenau mit Verfügung vom 14. Juni 2010 ein Rinderhaltungsverbot ausgesprochen. Die Verfügung untersagt dem Landwirt, ab sofort Rinder zu halten. Ein Rinderhaltungsverbot muss nach dem Tierschutzgesetz ausgesprochen werden, wenn "wiederholt und grob" gegen Bestimmungen des Gesetzes verstoßen wird und den Tieren "erhebliche und länger anhaltende Schmerzen" zugefügt werden. Trotz tierärztlichem Einsatz vor Ort konnten vier Tiere nach einer Kontrolle nicht gerettet werden. Bei einem Gespräch am Donnerstag haben sich Vertreter des Landratsamtes Ortenaukreis (Veterinäramt und Amt für Landwirtschaft) mit der Landwirtsfamilie bemüht, ein neues Betriebskonzept für die Rinderhaltung auf dem Hof zu finden. Dabei konnte ein Ergebnis erzielt werden, das geeignet ist, den wirtschaftlichen Erhalt dieses Betriebsteiles zu sichern. Das Gesprächsergebnis, das noch von beiden Seiten unterzeichnet werden muss, sieht insbesondere vor, dass ab sofort ein neuer Halter zur Betreuung der Herde eingesetzt wird. Der neue Herdenmanager muss zudem bis Jahresende ein enges Konzept tierärztlicher Kontrollen einhalten. Parallel wird der Betrieb einen Berater heranziehen, um eine positive Entwicklung des Betriebszweiges Rinderhaltung zu gewährleisten. Auch nach dem Gesprächsergebnis bleibt das Rinderhaltungsverbot gegenüber dem Oppenauer Landwirt in Kraft. Mit dem Gesprächsergebnis wird dem Betrieb jedoch die Möglichkeit eröffnet, die Verhältnisse zu ordnen. Das Landratsamt Ortenaukreis legt Wert auf die Feststellung, dass das gegen den Landwirt ausgesprochene Rinderhaltungsverbot ausschließlich eine Konsequenz der bei Kontrollen festgestellten schwerwiegenden Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen ist, die für alle Rinderhalter in gleichem Maße gelten. Das eröffnete Strafverfahren bleibt von dem Gesprächsergebnis unberührt und liegt in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft.