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Offenburg, 9. Juli 2010 - Die 24 kommunalen Kläranlagen im Ortenaukreis arbeiten auf einem hohen Leistungsniveau. Das ist das Ergebnis eines landesweiten Leistungsvergleichs der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), bei dem die Reinigungsleistungen der rund 1000 kommunalen Kläranlagen im Land für das Jahr 2009 erhoben und verglichen wurden. Bei allen Parametern liegen die Ortenauer Kläranlagen im oberen Vergleichsdrittel. Das gute bis sehr gute Abschneiden der Ortenauer Kläranlagen zeigt sich beispielsweise bei der sogenannten Sauerstoffzehrung im Gewässer. Der maßgebende Chemische Sauerstoffbedarf wird auf den Kläranlagen des Landkreises durchschnittlich zu 96 Prozent (landesweit 95 Prozent) abgebaut. Bei Stickstoff und Phosphor, die für die sogenannte Überdüngung der Gewässer verantwortlich sind, lagen die Abbaugrade der Ortenauer Kläranlagen mit 78 und 91 Prozent durchschnittlicher Abbauleistung eindeutig besser als der Landesdurchschnitt mit 76 und 89 Prozent. Auch beim Fremdwasseranteil haben die Kläranlagen im Ortenaukreis im Mittel sehr gut abgeschnitten. "Das positive Abschneiden der Ortenauer Kläranlagen ist einerseits auf die vor rund drei Jahrzehnten geschaffene sehr gute Grundstruktur an Abwasserverbänden mit großen leistungsfähigen Kläranlagen und zudem auf die lobenswerte Einstellung der Kommunen und Abwasserverbände zum Gewässerschutz zurückzuführen", freut sich Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Ortenaukreis. Das Landratsamt Ortenaukreis und die Kläranlagenbetreiber wollen auch in Zukunft in enger Kooperation die Reinigungsleistungen weiter optimieren. Hierbei habe sich eine vom Landratsamt Ortenaukreis entwickelte dreistufige Vorgehensweise über Optimierung, Teilausbau und Vollausbau der Kläranlagen, bei der in zahlreichen Fällen hohe Investitionskosten eingespart werden können, sehr bewährt, so Heribert Frei, Abwasser-Experte beim Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz. Um die Gewässergüte im Ortenaukreis weiter zu verbessern, sieht das Landratsamt Ortenaukreis mögliche Optimierungen noch bei einzelnen Kläranlagen sowie beim Betrieb der 88 Regenüberlaufbecken im Ortenaukreis. Das Landratsamt organisiert hierzu momentan ein Schwerpunktprogramm, um wasserwirtschaftlich bedeutsame Becken von den Anlagenbetreibern mit geeigneten Messeinrichtungen ausrüsten zu lassen.