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Offenburg, 23. September 2010 - Die Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Ortenaukreis wird in den kommenden Monaten alle weiterführenden Schulen und ihre Sporthallen im Ortenaukreis mit sogenannten Zahnrettungsboxen ausstatten. Dies hat die Arbeitsgemeinschaft, der die Krankenkassen, die Zahnärzteschaft und das Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis angehören, anlässlich des Tages der Zahngesundheit am 25. September 2010 angekündigt. "Durch den Einsatz einer Zahnrettungsbox können bei einem Unfall herausgeschlagene oder abgebrochene Frontzähne in den meisten Fällen gerettet und wieder eingesetzt werden", berichtet Dr. Ulrich Hübers, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit. Auch die bei einem Verlust drohenden erheblichen spätreichenden Folgen könnten vermieden werden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sei ein schnelles Handeln mit Hilfe der Zahnrettungsbox oft erfolgreich. Aus diesem Grund versorgte die Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit erstmals im Jahr 2006 die Grund- und Hauptschulen im Kreis mit Zahnrettungsboxen. Die positive Resonanz und der erfolgreiche Einsatz der Zahnrettungsboxen in einigen Schulen, hat die Arbeitsgemeinschaft nun bewogen, alle Schulen im Ortenaukreis mit der Box auszustatten. "Die schnellstmögliche Versorgung von herausgeschlagenen Zähnen ist ein wichtiger Beitrag, um die Zahngesundheit unserer Kinder und Jugendlichen im Ortenaukreis nachhaltig zu fördern", betont Dr. Evelyn Kraus vom Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis. Rund 400 Zahnrettungsboxen wird die Arbeitsgemeinschaft in den kommenden Monaten an die Ortenauer Schulen verteilen. Die Zahnrettungsbox besteht aus einem Glas mit einer Nährflüssigkeit, die es ermöglicht einen ausgeschlagenen Zahn bis zu 24 Stunden lebensfähig zu halten, damit dieser vom Zahnarzt oder in einer Zahnklinik wieder eingesetzt werden kann. Die Handhabung der Box ist einfach und wird durch die beiliegenden Beipackzettel und zusätzliches Informationsmaterial erklärt. "Sollte bei einem Unfall keine Zahnrettungsbox verfügbar sein, kann der Zahn alternativ auch in kalter H-Milch aufbewahrt werden", rät Dr. Evelyn Kraus. Das Überleben der wichtigen Zellen auf dem Zahn sei hierbei aber nur für drei bis vier Stunden gewährleistet. Im Notfall könne der Zahn auch durch Plastikfolie, etwa einen Gefrierbeutel feucht gehalten werden. Am Besten sei es, den Zahn dann möglichst bald in die Nährlösung einer Zahnrettungsbox umzulagern. Eine Lagerung des Zahnes in Speichel oder Leitungswasser sollte auf keinen Fall erfolgen, da im Speichel zu viele Bakterien und im Wasser ein ungünstiger pH-Wert vorliege.