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Die vom Ausbau der Rheintalbahn im Abschnitt Offenburg bis Riegel betroffenen Gemeinden und Bürgerinitiativen haben sich heute bei einer Sitzung der Arbeitsgruppe Cluster 3 unter Vorsitz von Landrat Frank Scherer (Ortenaukreis) in Offenburg auf das weitere Vorgehen bei den vertiefenden Untersuchungen für einen Bahntunnel in Offenburg und eine optimierte Autobahnparallele sowie eine optimierte Antragstrasse geeinigt. Um den genauen Leistungsumfang der vom Projektbeirat im Juli beschlossenen Untersuchungen festzulegen, wird ein Fach-Arbeitskreis in den kommenden Wochen gemeinsam mit Vertretern der Bahn ein Pflichtenheft ausarbeiten. Zu der dritten Sitzung der Arbeitsgruppe, an der der Emmendinger Landrat Hanno Hurth, die Mitglieder des Projektbeirates im Abschnitt Offenburg-Riegel und Vertreter der Bahn teilnahmen, hatte Landrat Frank Scherer erstmals auch die Bürgermeister aller betroffenen Gemeinden sowie Vertreter aller Bürgerinitiativen eingeladen. In der Sitzung diskutierten die Teilnehmer ausführlich die von den Kommunen und Bürgerinitiativen im Vorfeld der Sitzung formulierten Anregungen, Wünsche und Präzisierungen zur inhaltlichen Ausgestaltung der Untersuchungen. Unter Einbeziehung der erläuternden Ergänzungen durch die Vertreter der Bahn AG hätte sich in der Diskussion ein weit gehender Konsens ergeben, betonte Landrat Frank Scherer nach der Sitzung. So sei Einigkeit darüber erzielt worden, dass optimierte Planung die möglichst weitgehende Vermeidung von passivem Lärmschutz bedeuten müsse und die Bahn die Untersuchungen auf der Grundlage der voraussichtlichen Zugzahlen der Jahre 2020/25, und nicht der gesetzlichen Vorgabe 2015, erstelle. Einig sei man sich auch darüber, dass die Vertreter der Region bei allen Ergebnis- und Erkenntnisschritten der laufenden Untersuchung mit einbezogen werden und gegebenenfalls nachsteuern könnten. Das Pflichtenheft soll bis zur nächsten Sitzung des Projektbairates voraussichtlich Anfang 2011 vorliegen. "Ich möchte dem Projektbeirat einen möglichst einstimmig verabschiedeten Untersuchungsauftrag vorlegen", definierte Scherer das Ziel. Als weiteres Ergebnis beschloss die Arbeitsgruppe Cluster 3 einstimmig, dass die Region sich an weiteren Kosten für Untersuchungen nicht beteiligen werde. Eine Zusammenstellung habe ergeben, dass die Kommunen, der Regionalverband und die Bürgerinitiativen für Gutacher- und Planungskosten sowie Rechtsberatung zum Ausbau der Rheintalbahn im Abschnitt Offenburg bis Riegel bereits über zwei Millionen Euro ausgegeben haben. "Die Kommunen sehen deshalb keine Veranlassung für eine weitere Beteiligung an den Kosten eines Verfahrens des Bundes", betonten die Landräte Scherer und Hurth.