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Ein deutsch-französisches Forum zum Thema "Asbest – Welche Anforderungen für welche Tätigkeiten in Deutschland und Frankreich?" veranstaltet die aus verschiedenen deutschen und französischen Fachbehörden bestehende Arbeitsgruppe "Arbeitsschutz über die Grenzen hinweg" in Zusammenarbeit mit dem Euro-Institut am Freitag, 26. November von 13:30 bis 17 Uhr in der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl. Die Informationsveranstaltung richtet sich vor allem an Handwerksbetriebe wie Abbruchunternehmen, Dachdecker, Fußbodenleger, Heizungsbauer oder Elektriker, die grenzüberschreitend arbeiten und die gesetzlichen Bestimmungen des Nachbarlandes im Umgang mit dem Gefahrstoff Asbest kennen müssen. Asbest ist ein Gefahrstoff, dessen Gesundheitsgefährdung inzwischen nicht nur in Fachkreisen bekannt ist. Er ist verantwortlich für viele schwerwiegende, oft tödlich verlaufende Atemwegserkrankungen, von denen die Asbestose wohl die bekannteste ist. Ein generelles Herstellungs- und Wiederverwendungsverbot besteht in Deutschland seit 1992, in Frankreis seit 1997. In den Jahren vor dem Verbot wurde Asbest jedoch vielfältig insbesondere im Baugewerbe eingesetzt, berichtet Julia Morelle, Leiterin des Amtes für Gewerbeaufsicht, Immissionsschutz und Abfallrecht im Landratsamt Ortenaukreis. Bei vielen Gebäuden älteren Baujahrs sind deshalb noch heute auf dem Dach, in den Fassaden, in Fußböden, an Heizungsanlagen oder in Kabelkanälen asbesthaltige Materialien zu finden. Selbst bei scheinbar harmlosen Instandhaltungs-, Sanierungs- oder Abbrucharbeiten werden Handwerker nahezu jeder Disziplin oft unerwartet mit Asbest konfrontiert und sind damit der Gefahr ausgesetzt, die gefährlichen Asbestfasern einzuatmen. "Um diese Gefahr zu minimieren, haben Deutschland und Frankreich auf der Basis einer europäischen Richtlinie festgelegt, unter welchen technischen und organisatorischen Voraussetzungen Betriebe Arbeiten mit Asbest durchführen dürfen. Die nationalen Regelungen unterscheiden sich jedoch teilweise gravierend", so Morelle. Will nun ein deutsches Unternehmen in Frankreich Arbeiten mit Asbest durchführen oder umgekehrt, muss es das dort geltende Arbeitsschutzrecht respektieren und damit auch den dort geltenden Anforderungen bei Arbeiten mit Asbest genügen. Doch wie lauten die jeweiligen Anforderungen? Bei der Informationsveranstaltung geben Vertreter der Gewerbeaufsichtsbehörden sowie der Berufsgenossenschaften beider Länder Antworten auf diese und ganz konkrete weitere Fragen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Beiträge der deutschen und französischen Fachleute werden simultan übersetzt.